Hausbesitzer denken voraus und planen Modernisierungen

Wer ein eigenes Haus besitzt, möchte das vertraute Heim auch als Alterssitz nutzen – das wünschen sich rund 88 Prozent der deutschen Hausbesitzer. Doch mit den Jahren verändern sich die Ansprüche an ein Haus und die Bedürfnisse nach mehr Sicherheit und Komfort steigen. Viele Hausbesitzer der Generation 50+ möchten ihr Haus daher frühzeitig an die neuen Lebensbedingungen anpassen. Sie planen Sanierungsmaßnahmen, bei denen Energieeffizienz und Barrierefreiheit die Wunschliste bestimmt.
 

35 Prozent der Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland sind über 60 Jahre alt – lediglich fünf Prozent leben in einem altersgerechten Zuhause. Und auch die Energieeffizienz der eigenen vier Wände lässt oft zu wünschen übrig. Doch wer auch die späteren Lebensjahre unabhängig und komfortabel in den eigenen vier Wänden verbringen will, sollte frühzeitig mit einer Sanierung vorsorgen. Denn sicherer Wohnraum ist die beste Altersvorsorge.

 

Modernisierung 50+: Komfortabel und schwellenfrei

Vor allem Häuser, die älter als 20 Jahre sind, benötigen meistens eine umfassende Sanierung. Da ist es kein Wunder, dass viele Eigentümer über 50 in den kommenden Jahren Arbeiten am Altbau planen. Drei Punkte stehen dabei ganz oben auf der Wunschliste für komfortables Wohnen im Alter:
 

  • mehr Energieeffizienz durch Wärmedämmung und eine neue Heizung
  • Barrierefreiheit durch eine altersgerechte Modernisierung
  • ein höherer Einbruchschutz durch sichere Fenster und Türen

 

Was viele nicht wissen: Für die meisten der genannten Arbeiten gibt es heute sogar hohe Fördermittel. So vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite (KfW-Programm 152) und einmalige Zuschüsse (KfW-Programm 430) für Maßnahmen zur energetischen Modernisierung. Darüber hinaus gibt es KfW-Fördermittel für mehr Einbruchschutz und finanzielle Unterstützung für den altersgerechten Umbau. Wichtig ist jedoch, dass Hausbesitzer die Mittel vor dem Beginn der Modernisierung beantragen.

 

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Energetische Sanierung des Alterssitzes

Viele der Hausbesitzer der Generation 50+ möchten in den kommenden zwei bis drei Jahren nachhaltige Verbesserungen an ihrem Haus umsetzen, um das volle Potenzial für mehr Wohnkomfort auszunutzen. So planen 57 Prozent der über 50-Jährigen energiesteigendernde Maßnahmen an Fenstern und Türen, 56 Prozent eine Dachdämmung, Fassadendämmung oder Kellerdämmung, 51 Prozent die Erneuerung der Heizung. Immerhin noch acht Prozent möchten außerdem eine Photovoltaik-Anlage installieren lassen.

 

Umbau und energetische Sanierung gut koordinieren

Sollen die Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zum barrierefreien Umbau nicht in einem Rutsch erledigt werden, lohnt sich das Vorgehen nach einem Sanierungsplan. Diesen können Hausbesitzer zu Beginn der Sanierung von einem Energieberater erstellen lassen. Der Experte deckt die größten Einsparpotenziale auf, bevor er eine sinnvolle Reihenfolge für die Umsetzung der Maßnahmen festlegt. Sanierer profitieren dabei von Synergieeffekten. Sie müssen teure Arbeiten nicht doppelt durchführen und investieren ihr Geld in die richtigen Maßnahmen. Das Besondere daran ist die hohe BAFA-Förderung für die Energieberatung mit individuellem Sanierungsfahrplan. So beteiligt sich der Staat zu 60 Prozent (maximal 800 Euro in Ein- und Zweifamilienhäusern) an den Kosten der Beratung.

Wer einen Heizungstausch plant, die Wärmedämmung verbessert oder das eigene Bad altersgerecht modernisieren lässt, ist bestens gerüstet. Denn dem komfortablen Ruhestand im eigenen Heim steht dann nichts mehr im Wege.

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Quelle: BHW / Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: pitb - Fotolia.com & Bosch Thermotechnik

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