Ist das Haus in die Jahre gekommen, lässt sich der energetische Zustand mit einer Sanierung verbessern. Eine neue Wärmedämmung hält die Wärme im Haus, senkt die Heizkosten und erhöht den Wohnkomfort. Anfallende Sanierungskosten können Hausbesitzer mit einer Förderung reduzieren. Welche Fördermittel für eine Fassadendämmung und andere Maßnahmen erhältlich sind, erfahren Sie im Folgenden.

 

Anlaufstellen und Voraussetzungen für die Förderung der Wärmedämmung

Die Bundesregierung gewährt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für eine Wärmedämmung, die den Vorgaben der KfW entspricht, die in der Regel über die Anforderungen der EnEV hinausgeht. Darüber hinaus gibt es regionale Förderprogramme von Städten, Gemeinden und Bundesländern. Je nach Sanierungsmaßnahme und erzielter Energieeffizienz fällt die Förderung unterschiedlich aus. Bei der Beantragung von Fördermitteln gilt es jedoch einiges zu beachten. Deshalb sollten Hausbesitzer eine Energieberatung in Anspruch nehmen, um alle Einsparpotenziale auszuschöpfen. Der Fachmann kann geeignete Fördermittel empfehlen und beantragen. Um die Förderung für ihre Dämmung sollten sich Hausbesitzer rechtzeitig kümmern, denn viele Fördermittel müssen vor Beginn der Sanierung beantragt werden. Nutzen Sie unsere Checkliste zur Förderung bei der KfW und BAFA.

 

Vorteile einer Förderung für die Wärmedämmung

  • Eine Förderung reduziert die Investitionskosten für die Wärmedämmung.
  • Neben zinsgünstigen Krediten bietet die KfW für viele Sanierungsmaßnahmen einen direkten Zuschuss an.
  • Viele Fördermittel lassen sich sowohl im Rahmen einer Komplettsanierung als auch für Einzelmaßnahmen nutzen.
  • Eine qualitätssichernde Baubegleitung wird zusätzlich gefördert.

 

Möglichkeiten einer Förderung für die Wärmedämmung

Viele Maßnahmen zur Wärmedämmung sind über das KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" förderfähig. Dabei fördert die KfW die Sanierung von Wohnimmobilien, deren Bauantrag vor 1995 gestellt wurde. Wer Fördergelder nutzen will, muss diese vor Sanierungsbeginn über einen Energieberater bei der KfW beantragen und technische Mindestanforderungen einhalten. Für folgende Dämmmaßnahmen stellt die KfW Fördermittel bereit: Dachdämmung, Fassadendämmung, Dachbodendämmung und Kellerdämmung. Auch die Dämmung der Rohrleitungen wird im Rahmen einer Modernisierung der Heizung gefördert.

Für die genannten Maßnahmen erhalten Hausbesitzer über die KfW-Programme 151 und 152 einen zinsgünstigen Kredit: maximal 75.000 Euro je Wohneinheit bei einer Komplettsanierung plus einen Tilgungszuschuss von bis zu 17,5 Prozent auf die Kreditsumme (maximal 13.125 Euro, je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Standard) oder maximal 50.000 Euro je Wohneinheit für Einzelmaßnahmen. Alternativ gibt es über das KfW-Programm 430 einen direkten Zuschuss von 10 Prozent der Sanierungskosten bis maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.

 

Darauf sollten Sie bei der Förderung achten

  • Wer KfW-Fördergelder für die Wärmedämmung nutzen will, muss maximale U-Werte einhalten. Diese fallen je nach Sanierungsmaßnahme unterschiedlich aus und sind strenger als die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014).
  • Um eine KfW-Förderung beantragen zu können, braucht man einen für die Förderprogramme des Bundes antragsberechtigten Energieberater.
  • Eine Sanierungsförderung der KfW ist unbedingt vor Beginn der Sanierung und vor Beauftragung der Handwerker zu beantragen.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Digipic - Fotolia.com

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