Je heißer der Sommer, desto größer wird der Wunsch, die eigene Wohnung kühlen zu können. Spätestens, wenn im Hochsommer die ersten Hitzewellen drückend über das Land ziehen, denken auch Skeptiker ernsthaft über die Anschaffung einer Klimaanlage nach. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online, mit welchen Möglichkeiten sich Haus und Wohnung kühlen lassen und worauf Sie achten sollten, damit die Kosten überschaubar bleiben!

 

Wo ist Kühlung besonders wichtig?

Während in vielen kommunalen und gewerblichen Einrichtungen Kühlung unabdingbar ist, bedeutet die Klimaanlage im privaten Bereich immer noch einen gewissen Luxus. Vor allem kleine Kinder und alte Menschen reagieren auf Überhitzung aber schnell und heftig. Bei einem Schlafraum im Dachgeschoss oder einem Kinderzimmer auf der Südseite, das sich sehr stark aufheizt, wird aus dem Luxus daher manchmal eine Notwendigkeit.

 

Lüftung & Ventilation: Wohnung kühlen ohne Klimaanlage

Bevor Sie die Klimaanlage einschalten und unter hohem Stromverbrauch aktiv die Wohnung kühlen, gibt es eine Reihe anderer Maßnahmen, die Sie ausschöpfen können. Ein einfacher Ventilator kühlt die Luft zwar nicht ab. Durch die Bewegung entsteht aber dennoch ein angenehmer Kühleffekt. Das reicht häufig schon aus, um den Wohnkomfort deutlich zu steigern.
Angenehme Kühle holen ins Haus, wenn Sie früh und abends die Fenster aufmachen und intensiv quer lüften. Dazu verhindern Jalousien oder Sonnensegel vor Fenstern auf der Südseite, dass die Strahlungswärme den Innenraum aufheizt.

 

Mobile Klimaanlagen: Flexibel aber mit Bedacht anzuwenden

Mini-Klimaanlagen und kleine Monoblock-Standgeräte werden regelmäßig vor dem Sommeranfang intensiv beworben. Als schnelle Lösung für heiße Tage finden sie reißenden Absatz. Zumal Energielabels häufig auf den ersten Blick hohe Effizienz versprechen. Das stimmt aber nur bedingt und die Werbung malt häufig ein nicht ganz klares Bild.
Das Hauptproblem: Kleine Standgeräte und mobile Miniklimaanlagen kühlen die Luft und führen die Wärme über einen Schlauch ins Freie ab. Dafür ist eine Öffnung notwendig: In der Regel ein gekipptes Fenster. Was beim Auto eine Selbstverständlichkeit ist, hat aber auch in der Wohnung Gültigkeit. Eine Klimaanlage arbeitet nur mit geschlossenem Fenster sparsam. Sonst strömt permanent warme Luft ein und führt dazu, dass die Anlage dauerhaft auf Hochtouren läuft.
Anlagen mit zwei Schläuchen reduzieren die Verluste, weil keine Luft aktiv in den Raum eingesaugt wird. Ein passiver Luftaustausch findet trotzdem statt. So kommen Nutzer im Praxistest nicht selten auf einen Stromverbrauch von über 500 kW/h pro Jahr nur für die Klimatisierung des Schlafzimmers. In Extremfällen macht der Betrieb der Klimaanlage im Sommer so allein ein Zehntel der Jahresstromrechnung aus.

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Split-Klimaanlagen: Effizient bei guter Planung

Wer auf die Kosten achten, aber auf den Komfort klimatisierter Räume nicht verzichten möchte, kann eine moderne Split-Klimaanlage nachrüsten. Dabei sitzt der Verdampfer innen und der Kondensator und die Lüfter außen. Beide Teile sind durch eine Kühlleitung verbunden.
Split-Klimageräte sind deutlich teurer und zudem entstehen Mehrkosten für den Einbau.
Hochwertige, energieeffiziente Invertergeräte sind flexibel bedarfsgerecht geregelt. Mit dem Auto fahren Sie schließlich auch nicht immer Vollgas und stellen dann direkt den Motor aus. Bei starken Verbrauchern wie der Klimaanlage ist eine effiziente, leistungsgeregelte Steuerung um so wichtiger.

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Wärmepumpen: Elegant und sparsam die Wohnung kühlen

Eine reversible Wärmepumpe ist eine besonders elegante Möglichkeit, wie sich eine Wohnung kühlen lässt. Diese Wärmepumpen können heizen und kühlen. Im Winter sammeln sie in der Umwelt Energie und transportieren sie nach innen. Im Sommer können sie im Gegenteil die Wärme im Inneren aufnehmen und in die Umwelt ableiten.
Besonders effektiv ist das bei Grundwasser- und Erdwärmepumpen, weil der Temperaturunterschied einige Meter unter der Erde eine effektive, passive Kühlung ohne zusätzlichen Energieaufwand zulässt. Bei der Planung von Neubau oder Sanierung sollten Sie diese Möglichkeiten daher immer mitdenken!

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Interessant zu wissen Sie interessieren sich für Wärmepumpen, die auch kühlen? Die Buderus Sole-Wasser-Wärmepumpen WPS-1 können auch mit der Funktion Kühlen erweitert werden. Mit der passiven Kühlstation PKSt-1 in Verbindung mit Erdwärmepumpen ist eine passive Kühlung der Wohnräume möglich.
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Hier können Sie unverbindlich und kostenlos Angebote für eine neue Wärmepumpe, die auch kühlen kann, anfordern. Sie erhalten dann Angebote von einem Installateur in Ihrer Nähe.
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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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