Dicke Luft muss auch in der Heizsaison nicht sein! Wer unsere 10 Tipps zum richtigen Heizen und regelmäßigen Lüften berücksichtigt, sorgt auch in den kalten Monaten für ein gesundes Raumklima und beugt Schimmel vor. Und das Beste daran: Ein angepasstes Heizverhalten spart in Kombination mit einem regelmäßigen Luftaustausch auch Energie und damit Heizkosten. Diese Tipps bringen Sie sparsam und behaglich durch die kalten Monate.

Regelmäßiges Heizen und Lüften ist nicht nur eine Frage des Wohlbefindens und der Behaglichkeit. Denn wenn sich Feuchtigkeit in Wohnräumen sammeln kann, fühlen sich auch Schimmelpilze wohl, sogar Bauschäden können in der Folge auftreten. Ein Grund mehr, beim Heizen und Lüften "nach Plan" vorzugehen.

 

Richtiges Heizen senkt die Heizkosten und erhöht den Wohnkomfort

Schon ein Grad weniger in den beheizten Räumen spart bis zu 7 Prozent Heizkosten. Auf Wohnkomfort muss dabei niemand verzichten. Denn wenn die Raumtemperatur der Nutzung angepasst wird, kommt jeder auf seine Kosten.

  • Wohnräume richtig heizen: Wo viel gesessen wird, darf es auch bei der Raumtemperatur gemütlich zugehen. 20 bis 21°C sind für Wohnräume, Kinder- und Arbeitszimmer empfehlenswert. Im Bad darf es sogar noch wärmer zugehen, wenn auch nicht den ganzen Tag.
  • Kühl schlafen: 16 bis 18°C sorgen im Schlafzimmer für einen erholsamen Schlaf.
  • Wenig genutzte Räume: In wenig genutzten Räumen des Hauses reicht eine Temperatur zwischen 14 und 16 °C. Kälter sollte es allerdings nicht werden, sonst schlägt sich Feuchtigkeit nieder.
  • Nachts und bei Abwesenheit Temperatur absenken: Wenn niemand zu Hause ist, muss die Heizung nicht auf Hochtouren laufen. Auch nachts sollte die Temperatur abgesenkt werden. Automatische Thermostatventile und moderne Heizungen verfügen über Steuerungsprogramme, die sich passend zum Tagesablauf einstellen lassen.
  • Kühle Räume niemals "querheizen": Bleiben Räume unbeheizt, gilt "Tür zu"! Denn sonst transportiert die wärmere Luft aus Nebenräumen Feuchtigkeit und im kälteren Raum steigt die Gefahr von Schimmelbildung.
  • Heizkörper freihalten: Möbel, Gardinen oder Verkleidungen haben vor Heizkörpern nichts zu suchen. Heizkörper und Ventile können nur ihre volle Leistung bringen, wenn sie frei zugänglich sind.

 

Richtig Lüften für ein gesundes Raumklima

Das Raumklima hängt nicht nur von der Temperatur in den Räumen ab, ein weiterer Faktor ist die Feuchtigkeit in der Raumluft. Mehr als 70 Prozent Luftfeuchtigkeit sollten es dauerhaft nicht werden, sonst schlägt sich die Feuchtigkeit an kalten Stellen nieder und Schimmel droht. Hier die wichtigsten Tipps zum richtigen Lüften:

  • Feuchtigkeit rauslüften: Bis zu drei Litern Wasserdampf "produziert" jeder Bewohner täglich. Diese Feuchtigkeit bekommt man am besten durch richtiges Lüften aus den Wohnräumen heraus.
  • Oft genug Lüften: Zwei bis vier Mal am Tag sollten die Bewohner ihre Räume lüften, je nachdem, wie oft und wie lange man sich im Raum aufhält. Besonders nach dem Duschen, Baden, Kochen oder während des Wäsche Trocknens muss zusätzlich gelüftet werden.
  • Stoßlüften statt Fenster auf Kipp: Am effektivsten ist das Stoßlüften: Heizung aus, Fenster weit auf. Fünf Minuten reichen in der Regel aus, in der Übergangszeit im Frühling und Herbst sind bis zu 15 Minuten empfehlenswert. Einen besonders schnellen Austausch der feuchten und verbrauchten Luft bei geringem Temperaturverlust garantiert das Querlüften. Dabei werden die gegenüberliegenden Fenster weit geöffnet.
  • Schlafen bei Frischluft: Wer gern mit offenem Fenster schläft, sollte das Fester mit einem Feststeller in minimaler Kippstellung halten. Aber: Heizung abdrehen nicht vergessen! Und das Schlafzimmer nach dem Aufstehen gut lüften, um die Feuchtigkeit aus Luft, Wänden, Möbeln und Betten zu vertreiben.

 

Partner finden  

Um ein gesundes Raumklima zu schaffen, kann auch die Optimierung der Einstellung Ihrer Heizanlage Erfolg bringen. Ein kompetenter Experte kann Sie dabei gerne beraten.

Jetzt Handwerker-Suche starten

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH

Foto: co2online gGmbH