Wenn bei einer Ölheizung das Heizöl vom Öltank in den Öl-Heizkessel fließt, dann ist absolute High-Tech angesagt. Dank Brennwerttechnik setzt ein moderner Öl-Heizkessel die im Heizöl enthaltene Energie nahezu verlustfrei in Wärme um. Die durch den Ölbrenner erzeugte Wärme wird über einen Wärmetauscher an das Wasser für den Heizkreislauf abgegeben und dient im Normalfall auch zur Trinkwassererwärmung.

 

Das Herzstück jeder Ölheizung ist der Öl-Heizkessel mit seinem Ölbrenner. Hierin laufen die Verbrennungsprozesse ähnlich komplex ab wie in einem Automotor. Meldet die Heizungsregelung Bedarf an Wärmeenergie, dann wird Heizöl zum Öl-Heizkessel gepumpt. Dort wird es zur Besserung Verbrennung erst auf etwa 70 Grad Celsius vorgewärmt und ist so leichter entflammbar. Mittels einer Einspritzdüse gelangt es dann fein zerstäubt in den Brennraum. Ein von einer Zündelektrode erzeugter Zündfunke lässt das Öl verbrennen.

 

“Blaubrenner“ sind Stand der Technik

Bei einem modernen Ölbrenner wird ein Teil der heißen Abgase durch Rezirkulation an die Flammwurzel zurückgeführt. Dadurch vergast der eingesprühte Ölnebel schon vor dem eigentlichen Verbrennungsvorgang, sichtbar durch eine blaue Flamme. So kann der Ölbrenner sauberer verbrennen und es entsteht weniger Rußbildung im Kessel. Moderne Ölbrenner werden deshalb auch als “Blaubrenner“ bezeichnet. Die im Öl-Heizkessel gewonnene Wärmeenergie wird über einen Wärmetauscher an den Kreislauf für Heizungswasser abgegeben. Das heiße Wasser fließt mittels Umwälzpumpe über das Vorlauf-Rohrsystem zu den Heizkörpern und sorgt dort per Thermostat für die gewünschten Raumtemperaturen. Das abgekühlte Heizungswasser fließt über das Rücklaufsystem wieder zum Öl-Heizkessel zurück, wo es dann durch den Ölbrenner erneut auf Temperatur gebracht wird. Die bei der Verbrennung im Öl-Heizkessel entstehenden Abgase werden durch einen Schornstein abgeführt. Bei einer Ölheizung mit Brennwerttechnik muss der Schornstein hierfür mit einem entsprechenden Abgasrohr ausgerüstet sein. Öl-Brennwertkessel nutzen durch Auskondensieren des im Abgas enthaltenen Wassers zusätzliche Wärme und senken dadurch den Heizölverbrauch weiter.


Modulierende Öl-Heizkessel sparen Energie “auf kleiner Flamme“

Die Heizkessel-Steuerung schaltet den Ölbrenner für Heizung oder Trinkwassererwärmung an und aus. Das nennt man Taktung. Moderne Öl-Heizkessel sind modulierend ausgelegt, das heißt sie können sich dem Wärmebedarf des zu beheizenden Gebäudes flexibel anpassen. Je weiter ein Öl-Heizkessel in der Lage ist, herunter zu modulieren, desto weniger muss er abschalten, um dann wieder über seinen Ölbrenner anzufahren. Wird die Zahl der Starts reduziert, dann sinkt der Verschleiß und die Lebensdauer verlängert sich. Und: Muss der Ölbrenner weniger oft starten, erhöht sich der Wirkungsgrad, weil der Ölbrenner in der Startphase am wenigsten effizient arbeitet. Auch verringern sich die durch das Anfahren bedingten Emissionen.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus

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