Wer heute einen Neubau plant, kommt um das Konzept des Niedrigenergiehauses nicht herum. Umso überraschender ist die Tatsache, dass der Begriff nicht klar definiert ist. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online, was zu einem Niedrigenergiehaus gehört und welche Standards den rechtlichen Rahmen dafür geben!

 

Energie sparen durch effiziente Bauweise

Energieeffizienz ist ein zentraler Begriff bei der Suche nach Strategien, um den Klimawandel beherrschbar zu gestalten. Heizenergie macht drei Viertel des Energieverbrauchs von Privathaushalten aus. Auf diesen Bereich entfällt in Deutschland wiederum rund ein Viertel des Gesamtenergiebedarfs. Dieses große Potential für die Entlastung der Umwelt darf nicht ungenutzt bleiben.

 

Kosten sparen im Niedrigenergiehaus

Der zweite Aspekt ist ebenso überzeugend. Denn die Energiekosten machen einen großen Teil des Haushaltsbudgets aus. Lässt sich dieser Posten mit einfachen und eleganten Mitteln senken, können Sie langfristig viel Geld sparen.

Betrachten Sie nun die Lebensdauer eines Einfamilienhauses, dann gibt es guten Grund zu erwarten, dass eventuelle Mehrkosten sich mehr als rentieren werden. Mit einem Niedrigenergiehaus bauen Sie für die Zukunft.

 

Aber was ist ein Niedrigenergiehaus eigentlich?

Der Begriff "Niedrigenergiehaus" ist in Deutschland nicht klar definiert. Er wird deshalb sehr uneinheitlich gebraucht. In Schleswig-Holstein gibt es einen Standard, der den Begriff einschließt. In Österreich ist das Niedrigenergiehaus ein zentraler Begriff in der Regulierung des energieeffizienten Bauens.

Bauherren finden heute kaum noch ein Angebot, das sich nicht in der einen oder anderen Weise als Niedrigenergiehaus darstellt. Das ist auch nachvollziehbar. Denn die Regelungen der EnEV schreiben seit 2016 erneut verschärfte Höchstwerte für Transmissionswärmeverlsut, Primärenergiebedarf und U-Werte der Gebäudehülle vor. Die muss jedes neue Gebäude zwingend erfüllen. Aus dieser Perspektive kann also heute jeder Neubau in gewissem Sinn als Niedrigenergiehaus gelten.

 

KfW-Effizienzhaus bietet Orientierung

Eine klare Orientierung finden Bauherren, die ein Niedrigenergiehaus wünschen, mit Hilfe der KfW-Effizienzhaus-Standards. Diese verbindlichen und detaillierten Standards nehmen Bezug das Referenzgebäude, das für jedes Projekt nach den Regeln der EnEV definiert wird.

Je nachdem, wie sehr das Projekt die Referenzwerte übertrifft, erfolgt eine abgestufte Bewertung der Energieeffizienz. Ein KfW-Effizienzhaus 100 darf maximal den Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes und 115 % des Transmissionswärmeverlustes aufweisen. Das KfW-Effizienzhaus 70 darf 70 Prozent des Primärenergiebedarfs und 85 % des Transmissionswärmeverlustes nicht übersteigen. Von der Einstufung ist die Höhe der Fördermittel abhängig, die Sie von staatlicher Seite in Anspruch nehmen können. Ein hoher Standard lohnt sich also zweifach: Durch die höhere Fördersumme beim Bau und durch die dauerhaften Einsparungen bei der Nutzung.

 

Passivhaus und Niedrigenergiehaus

Ein weiterer Begriff, der häufig im Zusammenhang mit dem Niedrigenergiehaus fällt, ist das Passivhaus. Hier ist in der Regel für die Heizung kein Eintrag von Primärenergie notwendig. Eine wichtige Rolle spielen dabei die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und eine sehr gute Dämmung.

Die ökologische und finanzielle Bilanz von Passivhäusern im Vergleich mit sehr effizienten Niedrigenergiehäusern ist unter Fachleuten umstritten. Einige Experten sind der Ansicht, dass ein hochwertiges Niedrigenergiehaus durch geringere Kosten für Bau und Betrieb mit geringeren Mitteln eine höhere Effizienz erreichen kann.

 

Neubau oder Sanierung: Die wichtigsten Maßnahmen für das Niedrigenergiehaus

Jedes Bauprojekt ist individuell. Besonders in der Altbausanierung muss immer die Suche nach den effizientesten Lösungen im Vordergrund stehen. Folgende Bereiche spielen dabei die wichtigste Rolle:

Dämmung

Durch undichte und schlecht isolierende Gebäudeteile entweicht kontinuierlich Heizwärme. Diese Wärmebrücken zu schließen ist ein wichtiger Schritt zu niedrigerem Verbrauch.

 

Türen und Fenster im Energieeffizienzhaus

Undichte, schlecht schließende und schlecht dämmende Fenster und Türen zählen zu den größten Problemzonen im Altbau. Die Sanierung durch 3-fach verglaste Wärmeschutzfenster und dicht schließende Türen inklusive der fachgerechten Ausführung der Leibungen sorgt für hohe Einsparungen.

 

Heizungsmodernisierung

Es gibt keine pauschale Antwort, welche Heizung im energieeffizienten Eigenheim die beste ist. Ein veralteter Heizwertkessel ist jedoch einer der Hauptgründe für überhöhte Verbräuche in Privathaushalten. Der Kesseltausch bringt oft große Einsparpotentiale mit.

 

Lüftung

Weil der Luftaustausch nicht durch undichte Fenster und Türen vor sich geht, spielt das richtige Lüften im Niedrigenergiehaus eine wichtige Rolle. Zweimal täglich Stoßlüften ist eine übliche Empfehlung. Noch mehr Komfort und auch nennenswerte Spareffekte erreichen Sie durch eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

 

Förderung für Niedrigenergiehäuser

Der Bund hat ein starkes Interesse an der Förderung der Energieeffizienz in Wohngebäuden. Effizienter Neubau oder Sanierung von Altbauten zum Niedrigenergiehaus: Mit staatlichen Fördermitteln lässt sich die benötigte Investitionssumme maßgeblich senken.

BAfA, KfW und eine Reihe weiterer Akteure bieten umfangreiche Fördermittel für verschiedene Energieeffizienzmaßnahmen an. Die Förderinstrumente sind teilweise kombinierbar. Gestufte Systeme auf Grundlage der Effizienzhaus-Standards sorgen dafür, dass Ihre Vorteile umso höher ausfallen, je weniger das Haus Energie verbraucht.
 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Dagmar Breu - Fotolia.com

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