Solarthermie auf dem Dach

 

Umweltheizungen durch Fördermittel besonders lukrativ

Die Zukunft der Heiztechnologie ist erneuerbar. So setzen Wärmepumpen und Biomasseheizungen auf nahezu unerschöpfliche Energiequellen. Die Heizsysteme arbeiten besonders sparsam, schonen die Umwelt und werden obendrein mit hohen Zuschüssen gefördert. Geht es um eine Sanierung, muss es jedoch nicht immer ein Heizungstausch sein. Auch Solaranlagen setzen auf Erneuerbare Energien. Sie unterstützen bestehende Heizungsanlagen und sorgen für spürbar sinkende Heizkosten.

 

Heizen mit erneuerbaren Energien - Möglichkeiten im Überblick:

•    Solaranlagen für Heizung und Warmwasser
•    Holz-, Pellet- und Hackschnitzelheizung
•    Luft-, Wasser- und Erdwärmepumpen
•    Hybridheizungen für bestehende Gebäude
•    Visualisierung der erneuerbaren Erträge


Umfragen zeigen: Erneuerbare gewinnen an Beliebtheit

Erneuerbare Energien sind wichtig für das Gelingen der Energiewende. Sie sorgen dafür, dass Wärme auch in ferner Zukunft bezahlbar bleibt und dringen immer weiter in die Gesellschaft vor. So bestätigt eine Umfrage, dass zwei Drittel der Hausbesitzer Erneuerbare bei einem Heizungstausch als wichtig ansehen. Während sich 20 Prozent gegen das Heizen mit erneuerbaren Energien aussprechen, sind 16 Prozent der Befragten noch unschlüssig. So das Ergebnis einer vom BSW-Solar beauftragten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov (März 2019).

 

Ein ähnliches Bild zeigt auch der aktuelle KfW-Förderreport 2018. Dieser bestätigt einen Zuwachs an Förderanträgen für erneuerbare Heizungsanlagen. Während die Anträge für Wärmepumpen um 16 Prozent zunahmen, wuchs das Interesse an Solaranlagen um 20 Prozent. Spitzenreiter sind hier Biomasseheizungen, für die es im letzten Jahr 30 Prozent mehr Förderanträge gab, als noch im Jahr zuvor.
 

Solaranlagen lohnen sich auch im bestehenden Haus

Das Heizen mit erneuerbaren Energien ist grundsätzlich günstig und umweltfreundlich. Mit der Solarthermie ist es sogar nahezu gratis und emissionsfrei. Zumindest im Betrieb. Denn eine thermische Solaranlage wandelt kostenfreie Energie der Sonne über Solarkollektoren in nutzbare Wärme um. Diese lässt sich anschließend in das Heizsystem einspeisen, um die Räume im Haus oder das Trinkwasser zu erwärmen. Außer etwas Strom für die Solarpumpe verbraucht die Technik dabei keine Energie. Sie stößt keine Schadstoffe aus und arbeitet besonders umwelt- und klimaschonend. Installieren lässt sich eine Solaranlage heute auf nahezu jedem Haus – ganz gleich, ob es um einen Neubau oder eine Sanierung geht. Wer die Technik einbauen lässt, bekommt eine hohe BAFA-Förderung. So gibt es mindestens:

•    500 Euro für eine Warmwasser-Solaranlage
•    2.000 Euro für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung
•    50 Euro pro Quadratmeter für die Erweiterung bestehender Anlagen

Damit Verbraucher die Fördermittel erhalten, muss die Technik ausreichend groß dimensioniert sein. Alle Details dazu und zur genauen Höhe der Förderung über das BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ erklärt der Förderüberblick für Solaranlagen.

 

Holzscheite, Pellets oder Hackschnitzel für die Heizung

Das Heizen mit Holz wird immer beliebter und hat Tradition. Denn es sorgt bereits seit Millionen von Jahren für Wärme. Die nachwachsenden Rohstoffe stammen meist aus der eigenen Region und verbrennen nahezu CO2-neutral. Ein Holzfeuer gibt dabei nur so viel Kohlendioxid ab, wie die Bäume im Wachstum in Sauerstoff umwandeln konnten.

Wer heute mit Holz heizen möchte, kann eine Scheitholzvergaserheizung kaufen. Die Geräte verbrennen grobe Holzscheite sauber und effizient. Der Nachteil: Hausbesitzer müssen das Brennholz im Winter mehr als einmal täglich nachlegen. Hinzu kommt das regelmäßige Entfernen der angefallenen Asche. Bequemer ist dabei die Anschaffung einer Pellet- oder Hackschnitzelheizung. Beide beziehen die Brennstoffe bedarfsgerecht aus einem Lager und arbeiten somit vollautomatisch. Allein den Aschebehälter müssen Hausbesitzer dann noch regelmäßig leeren.

Das Heizen mit erneuerbaren Energien ist nachhaltig und günstig. Die hohen Anschaffungskosten für Pelletkessel und Co. lassen sich dabei mit Fördermitteln vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abfedern. Dabei gibt es mindestens:

•    3.500 Euro für Hackschnitzel- und Pelletkessel mit Pufferspeicher
•    2.000 Euro für Scheitholzvergaserkessel
•    5.000 Euro für Kombikessel, die mit Scheitholz und Pellets oder Hackschnitzeln arbeiten

Wie hoch die Fördermittel im BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ genau sind und wie Verbraucher an die Gelder kommen, verrät der Förderüberblick für die Holzheizung.

 

Wärmepumpen heizen mit erneuerbaren Energien

Wer eine Umweltheizung ganz ohne manuellen Aufwand betreiben möchte, findet in der Wärmepumpe eine interessante Alternative. Denn die Geräte nutzen einen technischen Prozess, um kostenfreie Umweltwärme zum Heizen nutzbar zu machen. Am einfachsten funktioniert das mit Außenluft. Diese lässt sich unkompliziert gewinnen und mit einer Luftwärmepumpe verwerten. Effizienter, dafür aber teilweise deutlich kostenintensiver in der Anschaffung, sind Wasser- oder Erdwärmepumpen. Beide setzen auf eine Umweltenergiequelle, die ganzjährig mit hohen Temperaturen verfügbar ist. Das sorgt für einen geringen Verbrauch und niedrige Heizkosten.

Wer sich für das Heizen mit einer Wärmepumpe interessiert, sollte vor allem bei einer Sanierung sicherstellen, dass das eigene Haus auch zur Technik passt. Sparsam arbeitet diese vor allem dann, wenn die Heizflächen groß und die Vorlauftemperaturen niedrig sind. Günstig ist also die Kombination mit einer Fußbodenheizung.

Da Wärmepumpen umweltfreundlich heizen, fördert der Staat die Technik mit hohen Zuschüssen. Über das BAFA-Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ gibt es dabei mindestens:

•    1.300 Euro für elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpen
•    4.000 Euro für elektrische Sole- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen
•    4.500 Euro für gasbetriebene Wärmepumpen (Kompressions- und Sorptionsgeräte)

Voraussetzung für die Zuschüsse ist eine entsprechend hohe Effizienz, gemessen an der Jahresarbeitszahl der Geräte. Wie hoch die Fördermittel im Detail sind und wie Verbraucher an die Gelder kommen, verrät der Förderüberblick für die Wärmepumpe.

 

Hybridheizung: Erneuerbare für bestehende Anlagen

Wer sich für das Heizen mit erneuerbaren Energien interessiert, muss alte Gasheizungen und Ölheizungen nicht zwangsläufig austauschen. Effizient ist auch die Ergänzung der bestehenden Technik – zum Beispiel durch die nachträgliche Installation einer Solaranlage. Aber auch ein Kamin oder ein Pelletofen mit Wassertasche kann das bestehende System mit Heizwärme unterstützen.

Besonders nachhaltig ist darüber hinaus auch das Nachrüsten einer Wärmepumpe – etwa einer kompakten Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die konventionelle Öl- oder Gasheizung bleibt dabei zur Sicherheit in Betrieb und springt immer dann ein, wenn die Umweltheizung zu teuer ist oder das regenerative Energieangebot nicht ausreicht, um den Wärmebedarf zu decken. Wichtig: Wer verschiedene Heizsysteme zu einer sogenannten Hybridheizung kombiniert, sollte auch einen Pufferspeicher installieren. Die Wärmespeicher entkoppeln Erzeuger sowie Verbraucher und sorgen für einen zuverlässigen Betrieb, bei dem das Heizen mit erneuerbaren Energien immer den Vorrang hat.

 

Zuschüsse zur Visualisierung erneuerbarer Erträge

Wer die Betriebsdaten aus erneuerbaren Energieanlagen öffentlich sichtbar anzeigt, profitiert von zusätzlichen Fördermitteln. So gibt es Zuschüsse von bis zu 1.200 Euro für die Errichtung einer Anlage zur Visualisierung des Ertrags aus Erneuerbaren Energien. Finanzielle Unterstützung bekommen dabei:
 

•    öffentliche Einrichtungen
•    Berufs- oder Technikerschulen
•    Berufsbildungszentren
•    überbetriebliche Ausbildungsstätten
•    allgemeinbildende Schulen
•    Fachhochschulen und Universitäten
•    Kirchen

 

Interessant zu wissen  

Wichtig ist, dass die Träger der jeweiligen Einrichtung die Fördermittel rechtzeitig vor dem Vorhabensbeginn über das BAFA beantragen.


Quelle: Bosch Thermotechnik.de; BSW - Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
Foto: countrypixel - Fotolia.com

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