Den Keller haben Hausbesitzer häufig nicht im Blick, wenn Maßnahmen für mehr Energieeffizienz geplant werden. Und auch ein feuchter Keller kann oft zu nutzbarem Raum werden. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online mehr über den Aufwand, die Kosten und die Förderungsmöglichkeiten bei der Kellersanierung!

 

Unter einem sanierungsbedürftigen Keller leidet das ganze Haus

Von außen kaum zu erkennen sind die Keller im Altbau häufig die Sorgenkinder. Salzausblühungen, Schimmel und mürbe, bröckelnde Ziegelsteine sind Anzeichen für Feuchtigkeit, wo sie nicht hingehört. Die feuchte Kühle von unten steigert die Energiekosten. Feuchtes Mauerwerk leidet zudem mit jedem Jahr mehr und so nimmt die Bausubstanz Schaden, die das ganze Haus zu tragen hat.

Dabei können die meisten Keller in guten Zustand versetzt werden und sogar Raum für vielfältige Nutzung und Gestaltung bieten. Stellen Sie daher nicht erst, wenn der Hobbyraum oder das Arbeitszimmer unter Tage verlegt werden soll, die Frage: Wie können Sie den Keller trocken bekommen?

 

Ablauf und Aufwand beim Keller sanieren

Grundsätzlich läuft eine Kellersanierung in vier Phasen ab.

  • Keller entfeuchten
  • Keller abdichten
  • Keller dämmen
  • Verputzen und ausstatten


Bevor Maßnahmen geplant und eventuell Kosten genannt werden, wird ein erfahrener Fachmann erst die Feuchtigkeit bestimmen. Ist die zu hoch, muss der Handwerker den Keller trocknen, bevor es sich lohnt, Hand anzulegen. Schimmelentfernung und die Erneuerung schadhaften Mauerwerks fällt in diese Phase.

Für die Abdichtung wird wenn möglich von außen gearbeitet. Das Erdreich wird rundum aufgegraben und unter Bodenniveau gegen Feuchtigkeit isoliert. Das ist nur dann komplett möglich, wenn das Haus vollunterkellert ist. Doch auch von innen lassen sich wirkungsvolle Dichtungsmaßnahmen anwenden.

Schließlich werden durch die Perimeterdämmung oder Sockeldämmung die Wärmeverluste minimiert. Wenn das von außen nicht möglich ist, können Sie auch von innen dämmen lassen. Eine andere Option ist der ungeheizte Keller: Hier werden Wärmeverluste zum beheizten Wohnraum über die gedämmte Kellerdecke begrenzt. Allerdings geht Kälte immer auch mit Feuchtigkeit einher. Die Lüftung spielt darum eine zentrale Rolle. Anschließend können die Oberflächen fertig gestellt und die Räume je nach Nutzungsvorstellungen ausgestattet werden.

 

Keller sanieren als Teil der energetischen Sanierung

Als Teil eines Maßnahmenpakets zum Energiesparen ist die Kellersanierung wichtig für das ganze Haus. Wenn Sie Dach und Außenwand dämmen, sollten Sie mindestens auch die Kellerdecke mit einbeziehen, um mit diesem relativ einfachen Schritt Wärmeverluste zu vermeiden.

Die Außendämmung lässt sich idealerweise für Fassade und Kellerwände in einem anbringen. Dann kann der Sanierungsfachmann auch den Anschluss der Flächen optimal und kostengünstig ausbilden. Steht ein Heizungstausch bevor und sollen veraltete Installationen ersetzt werden? In diesem Fall kommt es ohnehin zu Sanierungsarbeiten im Keller. Diesen Anlass können Sie nutzen, um eine guten und energetisch vorteilhaften Gesamtzustand herzustellen.

 

Wer saniert Keller?

Diese Frage stellt sich nach dem Wasserschaden ebenso, wie bei der Planung einer energetischen Sanierung. Feuchte Wände sanieren oder historische Gewölbekeller sanieren ist keine simple Aufgabe. Bevor Sie viel Geld für Maßnahmen mit geringer Wirkung ausgeben, übertragen Sie die Aufgabe Spezialisten, mit denen andere Hausbesitzer schon gute Erfahrungen gemacht haben! Die Qualifikation im baulichen Bereich spielt dabei eine ebenso große Rolle, wie die Erfahrungen mit modernen Methoden energieeffizienten Bauens.
 

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Wohnraum im Keller: Sanieren und Vorschriften beachten!

Es ist eine attraktive Idee, zusätzlichen Wohnraum, der nach einer Kellersanierung zur Verfügung steht, für die Vermietung zu nutzen. In diesem Fall müssen Sie allerdings gesetzliche Vorschriften beachten. Deckenhöhe und Fensterfläche müssen den kommunalen Vorgaben entsprechen. Im Zweifelsfall ziehen Sie einen Architekt hinzu, um nach Abschluss der Kellersanierung keine unangenehme Überraschung zu erleben!

 

Kosten nicht unterschätzen: Keller sanieren im Altbau

Wenn Sie im Altbau komplett den Keller sanieren, um Schäden durch Feuchtigkeit zu vermeiden und nutzbarem Wohnraum zu schaffen, kostet das bis zu 30.000 Euro. Dabei verursacht ein unbeheizter Keller deutlich weniger Aufwand, als die Sanierung zum vollwertigen Wohnraum.

Der größte Aufwand beim Keller sanieren wird durch hohe Feuchtigkeit bedingt: Trocknung und Abdichtung gehören zu den größten Kostenfaktoren. Ist der Keller nur ungedämmt, aber ausreichend trocken, fallen wiederum deutlich weniger Kosten an.

 

Förderung nur in Kombination mit Dämmung

Den Keller zu sanieren ist durch Programme der KfW nur abgedeckt, wenn die Kellerdämmung die Energieeffizienz erhöht. Das ist ohnehin in den meisten Fällen eine sinnvolle Investition, die sich durch sinkende Energiekosten auszahlt. Die Kredite und Zuschüsse aus den KfW Programmen 430, 151 und 152 werden dann auch nicht nur für die Kosten der Dämmung gewährt. Auch Trocknung, Erdaushub und Abdichtung sind bei gleichzeitiger Dämmung förderfähig.

 

Sparpotential ermitteln  

Weitere Informationen zu möglichen Förderungen beim Keller sanieren finden Sie in der kostenlosen Fördermittelauskunft von Effizienzhaus-online.
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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: schulzfoto - Fotolia.com

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