Die Wärmeübergabe von der Heizanlage in den Wohnraum kann über verschiedene Prinzipien, Formen und Typen von der Flächenheizung bis zum Designheizkörper erfolgen. Für die richtige Auswahl nutzen Sie den kompakten Guide bei Effizienzhaus-online!

 

Einfaches Prinzip der Heizkörper in überraschender Vielfalt

Im Prinzip ist ein Heizkörper keine komplizierte Angelegenheit: Die Wärme des heißen Heizwassers geht an die Luft des Wohnraums über. Warmes Wasser fließt rein und Wärme kommt heraus. Die Regelung über das Thermostatventil ist vielleicht der komplexeste Part. Und doch herrscht eine überraschende Vielfalt, die Ihnen die Auswahl nicht ganz leicht werden lässt.
Verschiedene Heizkörper unterscheiden sich im Wärmeempfinden, in der Energieeffizienz, im Look und natürlich auch in den Kosten. Besonders interessant ist das Verhältnis von Konvektionswärme durch Luftströmung und direkter Strahlungswärme. Letztere sorgt für ein angenehmeres Raumgefühl und erfordert weniger Energieeinsatz für das gleiche Wärmeempfinden.

 

Bauformen vom Gussgliederheizkörper bis zum Kompaktheizkörper

Nur im Altbau finden sich heute noch veraltete Gussgliederheizkörper. Sie besitzen eine relativ geringe Effizienz und generieren einen hohen Konvektionsanteil. Sollten Sie solche Geräte an den Wänden haben, ist die Zeit für den Austausch gekommen.
Plattenheizkörper sind heute Standard. Sie bestehen aus wasserführenden Heizplatten und zusätzlichen Konvektionsblechen. Je nach Bautyp kann der Strahlungsanteil bis zu 70 Prozent betragen.
Handtuchheizkörper sind beliebt für die Badheizung. Sie variieren elegant das Prinzip des Gliederheizkörpers und bieten praktische Fläche für das Trocknen von Hand- und Duschtüchern.

Eine heute sehr wichtige Form der Wärmeübertagung ist die Flächenheizung: Die Flächenheizung nutzt die Fläche und Masse von Fußboden oder Wänden. Dabei arbeitet sie aufgrund niedriger Temperaturen nicht nur sehr angenehm und energieeffizient. Eine Fußboden- oder Wandheizung ist auch der ideale Weg, um stilbewusst die Heizkörper "verschwinden" zu lassen.
 

Typen und Nummern von Heizkörpern leicht erklärt

Plattenheizkörper gibt es in vielen Ausführungen. Neben dem einfachen Kompaktheizkörper sind besonders die Ventil-Kompaktheizkörper gefragt, bei denen das Basiselement des Heizkörperventils bereits integriert ist. So müssen Sie nach der Installation nur das Thermostat aufsetzen. Zahlreich sind auch die Anschlussvarianten mit Vor- und Rücklauf seitlich, mittig und gegenüberliegend.
Wichtig ist die Anzahl der Heizplatten und Konvektionsbleche, die sich direkt auf Heizleistung und Größe der Geräte auswirken. Bautypen von Kompaktheizkörpern werden mit einer zweistelligen Nummer angegeben: Die erste Nummer steht für die Anzahl wasserleitender Platten, die zweite für die Zahl der Konvektionsbleche. Typ 10 ist somit die einfachste und schmalste Ausführung.

 

Vor der Auswahl der Heizkörper - Heizlast richtig berechnen

Um den richtigen Heizkörper auszuwählen, müssen Sie die Heizlast des entsprechenden Raumes berechnen und einen Heizkörper auswählen, der den Wärmebedarf effizient decken kann. Diese Aufgabe erfordert ausreichende Fachkenntnisse, weil neben der Fläche und Höhe des Raumes auch viele andere Aspekte eine Rolle spielen.
Die Strahlungswärme lässt sich nur durch mehr Heizkörperfläche erhöhen. Wird bei konstanter Fläche mehr Leistung benötigt, muss der Konvektionsanteil gesteigert werden und damit das Volumen des Heizkörpers. Typ 33 bietet unter den konventionellen Plattenheizkörpern die stärkste Heizleistung pro Fläche.

 

Regelung analog oder digital

Die Regelung der Wärmeabgabe erfolgt direkt über das Heizkörperventil und den aufgesetzten Heizkörperthermostaten. Der öffnet das Ventil und die Vorlaufleitung solange, bis die eingestellte Solltemperatur erreicht ist.
Heizkörper lassen sich analog oder digital regeln. Ein digital vernetzter Heizkörperthermostat ermöglicht mit fein berechneter Regelung, automatischen Programmen und App-Steuerung häufig nennenswerte Einsparungen bei den Heizkosten.

 

Heizkörper am richtigen Ort installieren

Die übliche Positionierung der Heizkörper ist der freie Raum unter einem Fenster. Das ist sinnvoll und hat sich vielfach bewährt. Bei modernen hochgedämmten Gebäuden kann der Heizkörper aber auch an den Innenwänden montiert werden. Eine optisch attraktive Idee ist eine Heizkörperverkleidung. Wichtig ist aber, weder die Luftzirkulation noch die Wärmestrahlung zu behindern. Das passiert besonders, wenn Sie Möbelstücke wie ein Sofa direkt vor den Heizkörper stellen. Die Effizienzverluste sind schon durch schwere Vorhänge oft beträchtlich.
Statt den Heizkörper zu verstecken, können Sie die Geräte auch ganz bewusst in das Raumdesign einbinden. Besonders gut eignen sich dafür elegante Planheizkörper. Die fallen mit ihrer völlig glatten, brillanten Oberfläche kaum auf und fügen sich sehr gut in moderne Wohnkonzepte ein.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: nikkytok - fotolia.com

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