Die meisten neuen Fenster und Fenstertüren bieten heute zwar eine gute Wärmedämmung, aber keinen ausreichenden mechanischen Einbruchschutz und lassen sich so in wenigen Sekunden aufhebeln. Einbrecher bevorzugen deshalb Fenster, Fenstertüren und Haustüren als beliebte Angriffsstellen. Richtig angebrachte Sicherungen schützen vor Wohnungseinbruch. Der Einbau von Sicherheitstechnik wird deshalb von Bund und Ländern mit einer Förderung bedacht.

 

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt von Jahr zu Jahr. Allein 2015 wurden 9,9 Prozent mehr Wohnungseinbrüche verübt als im Vorjahr. Und Hausbesitzer machen es den Einbrechern durch ungesicherte Fenster und Fenstertüren leicht. 80 Prozent der Einbrüche über das Aufhebeln von Fenster oder Fenstertür. Deshalb sollten Hausmodernisierer beim Fenstertausch Wert auf einbruchhemmende Fenster legen. Aber auch bei noch intakten Fenstern und Fenstertüren lässt sich ein wirksamer Einbruchschutz nachrüsten.


Beim Kauf von neuen Fenstern auf wirksamen Einbruchschutz achten

Damit neue Fenster und Fenstertüren Einbrechern das Leben schwer machen, gilt es Modelle zu wählen, deren Beschläge auch massiver Gewalteinwirkung widerstehen. Besonders Pilzkopfverriegelungen mit Schließblechen aus gehärtetem Stahl widersetzen sich einem Einbruchsversuch erfolgreich. Auch muss die einbruchhemmende Scheibe stabil im Fensterflügel befestigt sein. Wie gut Fenster gegen Einbrüche gewappnet sind, sagt die Einteilung in die sogenannten Widerstandsklassen RC (Resistance Class) aus: RC 1 weist den schwächsten Einbruchschutz auf, RC 6 den höchsten. Für Wohngebäude wird mindestens RC 2 empfohlen. Bei diesen Fenstern ist geprüft, dass die Gesamtkonstruktion keine Schwachpunkte aufweist. Noch mehr Schutz bietet der Einbau von Sicherheitsglas. Als weitere Absicherung empfehlen sich elektronische Sensoren am Fenster, die den Verriegelungszustand überwachen und melden, wenn ein Fenster versehentlich offen gelassen wurde. Die Montage von einbruchhemmenden Fenstern ist die Aufgabe für einen erfahrenen Fachbetrieb. Für eine Beratung vorab stehen auch die Mitarbeiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen zur Verfügung.

 

Bestehende Fenster nachrüsten

Auch bestehende Fenster und Fenstertüren lassen sich fast immer mit einem wirksamen Einbruchschutz nachrüsten. Die günstigste, sichtbare Methode ist das Anbringen einer sogenannten Aufschraubsicherung auf der Schanier- und Fenstergriffseite des Rahmens. Ein ebenso wirksamer aber dezenterer Einbruchschutz ist der Austausch der Rollzapfen-Beschläge, die sich mit einem herkömmlichen Schraubendreher aufhebeln lassen, gegen Pilzkopfzapfen-Beschläge. Sie verkeilen sich mit dem Schließstück und lassen sich nicht mehr aufhebeln. Auch abschließbare Fenstergriffe erhöhen den Einbruchschutz.

 

Förderung für Einbruchschutz

Die KfW hält für den Einbau einbruchhemmender Fenster oder für eine Nachrüstung eine Förderung in Form von einem KfW-Kredit oder einem Zuschuss bereit. Das Programm 159 (Altersgerecht umbauen – Kredit) bietet einen Kredit auch für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz, das Programm 455 einen Investitionszuschuss für Einbruchschutz.
 

Sparpotential ermitteln  

Auch einige Bundesländer fördern den Einbau von Sicherheitstechnik. Einen Überblick über die Förderung von neuen Fenstern gibt mit wenigen Klicks unsere Fördermittelauskunft.

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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