EnEV 2014 verabschiedet

EnEV 2014

Dieser Energieausweis wird ab Frühsommer 2014 noch ergänzt. Dann muss laut neuer Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) auch die Gebäude-Effizienzklasse angegeben werden.

 

Neue Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt Neubau und Sanierung

Seit Monaten schon hing die Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Bundesrat fest. Am 11. Oktober einigten sich die Bundesländer im Bundesrat schließlich auf Änderungen, die Bundesregierung akzeptierte diese in ihrer letzten Kabinettsitzung am 16. Oktober. Der Weg ist nun frei für die EnEV 2014. In Kraft treten wird die neue Energieeinsparverordnung voraussichtlich im Frühsommer 2014.

Für Altbauten ändert sich wenig, bei Neubauten gelten allerdings ab 2016 schärfere Anforderungen an die Energieeffizienz. Denn das Kernelement der Novelle ist eine Anhebung der Effizienzanforderungen für Neubauten um einmalig 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs und um durchschnittlich 20 Prozent bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle - dem so genannten zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten - ab dem 1. Januar 2016.

 

Spätestens ab 2021 gilt Niedrigstenergiegebäudestandard

Diese Verschärfung der Vorgaben in der EnEV sieht die Bundesregierung als wichtigen Schritt auf dem Weg zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard, der spätestens ab 2021 gelten soll. Mit der Novellierung der EnEV werden ein Beschluss der Bundesregierung zur Energiewende im Gebäudebereich sowie die europäische Gebäuderichtlinie vollständig umgesetzt. Die Vorgaben der neuen Energieeinsparverordnung treten im Wesentlichen erst sechs Monate nach der Verkündung in Kraft, das heißt, voraussichtlich im Frühsommer 2014. Bundesbauminister Peter Ramsauer bezeichnete die EnEV als "Novelle mit Augenmaß im Rahmen der wirtschaftlichen Vertretbarkeit. Eigentümern, Wirtschaft und Mietern werden keine untragbaren neuen Lasten aufgebürdet."

 

Keine schärferen Vorgaben für Altbauten, alte Heizkessel müssen raus

Im Altbau-Bereich sieht die Bundesregierung die bisherigen Anforderungen der EnEV 2009 als ausreichend an. Deshalb wurde das Effizienzniveau nicht weiter angehoben. Ausgeweitet wurde auf Druck des Bundesrates aber die Austauschpflicht für alte Heizkessel. Wer eine Heizung (Ölheizung oder Gasheizung) mit Jahrgang 1985 oder älter beziehungsweise älter als 30 Jahre betreibt, muss diese gegen eine neue Heizung austauschen. Diese Pflicht gilt allerdings nur für so genannte Konstanttemperaturheizkessel. Ausgenommen von der Austauschpflicht sind auch Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, die am 1. Februar 2002 in diesen Häusern mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Hier gilt die Austauschpflicht erst bei einem Eigentümerwechsel. Der neue Eigentümer muss die Heizung dann innerhalb von zwei Jahren erneuern.

 

Neue Regeln für Energieausweise

Auch mit einem weiteren Vorschlag hat sich der Bundesrat durchgesetzt: Energieausweise werden künftig neben der bekannten Farbskala von rot bis grün auch Energieeffizienzklassen von A+ bis H enthalten. Diese Effizienzklassen sollen für mehr Transparenz sorgen und müssen auch in Immobilienanzeigen angegeben werden. Diese Vorgaben gelten allerdings nur für Energieausweise, die nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) ausgestellt werden. Es wird also noch eine Weile dauern, bis sich die Effizienzklassen für Gebäude auch am Markt durchsetzen werden. Darüber hinaus ist jetzt genau geregelt, dass Vermieter und Verkäufer den Energieausweis bei der Besichtigung eines Objekts verpflichtend vorlegen müssen. Dem künftigen Mieter oder Käufer muss der Energieausweis sogar übergeben werden, als Original oder Kopie. Unabhängige Stichprobenkontrollen der Länder sollen zudem die Energieausweise überprüfen.

Energieausweis beantragen

 

Quelle: BMVBS / Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Dreadlock - Fotolia.com

Energieausweis

Sie benötigen einen Energieausweis für Ihr Haus?

Jetzt online erstellen
Energieberater suchen

Sie suchen einen Energieberater?

Energieberater finden