Fenster, mit dem man heizen kann

Drei starke Scheiben im Verbund. Innen mit Beschichtung zur Beheizung, nach außen mit einem Schichtverbund zur Beschattung.l Quelle: Schüt-Duis Fenster & Türentechnik

 

Innovatives Klimafenster vereinigt mehrere Funktionen

Erstmals verbindet das Klimafenster 4.0 gleich vier Funktionen in einem Bauelement: Lüften, Wärmerückgewinnung, Verschattung und Heizung. Das neue Fenster dämmt hervorragend, verschattet selbständig und heizt bei Bedarf über die innere Glasscheibe als Flächenheizung. Damit wird das Klimafenster gerade für energetische Sanierungen interessant.

 

Innovative Lösungen sind gefragt beim Fenster - der energetisch und bauphysikalisch größten Schwachstelle in der Fassade. Dabei kombiniert der ostfriesische Hersteller Schütt-Duis mehrere Techniken. Über den Blendrahmen werden Zu- und Abluft gegenläufig geführt und tauschen über integrierte Wärmetauscher ihre Energie aus. Bis zu 68 Prozent der Abwärme lassen sich so nutzen. Der über 4 Leistungsstufen erzeugte Volumenstrom gewährleistet auch bei größeren Räumen die hygienisch erforderlichen Luftwechselraten - energieeffizientes Lüften par excellence. Die 2- oder 3-fach mit Argon gefüllten Isoliergläser erhalten raumseitig eine Nanotechnologie-Beschichtung aus Metalloxid zur Beheizung des Raumes. Damit wird das Klimafenster 4.0 zur Flächenheizung, die den Wohnraum aktiv erwärmt. Gleichzeitig werden mit dieser Funktion die bauphysikalischen Probleme von Kondenswasser am Fenster sowie einer abfallenden Kaltluftströmung am Fenster zuverlässig und auf Dauer gelöst. Ein im Rahmen integrierter Controller schaltet die Heizung beim Öffnen des Fensters automatisch ab. Eine Untersuchung an der TU Berlin bestätigte der Heizscheibe selbst einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent, unter Berücksichtigung der Wärmeabstrahlung nach außen. Auch ansonsten punktet das Klimafenster mit überzeugenden Werten: Die 3-fach Isolierverglasung erreicht einen U-Wert von 0,7 W/m2K.

Klimafenster

Foto: Im Rahmen integrierte Lüftungsmodule mit Wärmetauschern ermöglichen eine energieeffiziente Be- und Entlüftung. Die Innenscheibe ist durch eine Nanobeschichtung beheizbar. l Quelle: Schüt-Duis Fenster & Türentechnik

 

Auf die äußere Glasscheibe kann optional ein elektrochromer Schichtverbund zur Verschattung des Fensters aufgetragen werden. Das Klimafenster 4.0 ist voraussichtlich ab Herbst 2017 lieferbar. Bis dahin soll auch eine Regelung über Tablets und die Einbindung in eine Smart Home-Lösung möglich sein.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH/Schüt-Duis
Foto: Schüt Duis