Tipps zum lüften im Winter

Richtiges Lüften im Winter hilft Feuchtigkeit in den Wohnräumen zu regulieren. Damit werden Schimmelprobleme vermieden.
 

Wer mag schon im Winter ausgiebig lüften? Draußen trockene, kalte Winterluft und drinnen in der Wohnung ist es gemütlich warm. Allerdings kann zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen zu Kondenswasser, beschlagenen Fensterscheiben und Schimmel führen. Richtiges Lüften hält nicht nur Fenster und Wände trocken, sondern schafft auch ein besseres und gesünderes Raumklima.


Haben Sie beschlagene Fenster?

Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und binden als kältere. Die Fensterscheiben sind im Winter innen aber deutlich kühler als die umgebende Raumluft. An diesen Stellen kann die Lufttemperatur auf den sogenannten Taupunkt sinken und die feuchte Luft gibt einen Teil ihres Wassers ab. Hat die Raumluft beispielsweise 22 Grad Celsius und die Luftfeuchte beträgt 60 Prozent, dann liegt der Taupunkt bei 13,9 Grad. Ist die Temperatur am Fenster kälter, dann beschlagen die Fenster. Durch das Kondenswasser an Fenstern oder kühlen Wandflächen kann sich in der Folge z.B. Schimmel durch neue Fenster bilden. Mit regelmäßigem und richtigem Lüften lässt sich die Luftfeuchtigkeit in den Räumen senken und beschlagene Fenster vermeiden.

 

Tipp 1: Richtiges Lüften im Winter – Stoßlüften und Querlüften

Kurz, aber effektiv lüften ist im Winter angesagt, damit die Wohnräume nicht unnötig auskühlen. Das weite Öffnen der Fenster ist dabei viel effektiver als das Fenster lange zu kippen. Lüften Sie quer durch das Öffnen gegenüberliegender Fenster. Fünf bis maximal zehn Minuten sind für das Lüften im Winter ausreichend. Wiederholen Sie das Lüften vier bis fünfmal am Tag. Nach dem regelmäßigen Luftaustausch können Sie wieder wie gewohnt heizen und beschlagene Scheiben sowie Schimmel sollten kein Thema mehr sein. Nachts bleiben die Fenster geschlossen.

 

Tipp 2: Die optimale Luftfeuchtigkeit

Die trockene, kalte Winterluft eignet sich hervorragend für einen Luftaustausch in den Wohnräumen. Perfekt ist ein Raumklima mit 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Bei höherer Luftfeuchtigkeit besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Mit einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit permanent messen und bei Bedarf durch Lüften oder Heizen regulieren.
 

Tipp 3: Wohnräume und Kinderzimmer

In den beheizten Wohnräumen sorgt die aufgeheizte, trockene Innenluft in Verbindung mit der kalten Außenluft dafür, dass selten zu hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Allerdings sollte im Winter die durch Menschen, Tiere und Pflanzen oder auch durch vermehrtes Trocknen der Wäsche in den Innenräumen die abgegebene Feuchtigkeit reguliert werden.

 

Tipp 4: Bad und Küche

Im Badezimmer wird allein beim Duschen ein bis eineinhalb Liter Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben. Rasches Stoßlüften ist hier angesagt – ebenso wie in der Küche, um die feuchte und mit Gerüchen belastete Luft nach draußen zu führen.

 

Tipp 5: Schlafzimmer

Vor dem Schlafen gehen und nach dem Aufwachen lüften, damit die mit Feuchtigkeit von Körper (etwa 1 Liter pro Person) und Atem angereicherte Luft rasch durch trockene Winterluft ausgetauscht werden kann.

 

Tipp 6: Richtig Heizen

Beim Lüften im Winter bleiben die Heizkörper natürlich abgedreht. Sonst versuchen die mit Thermostat geregelten Heizkörper, die eingestellte Temperatur zu halten und werden noch zusätzlich heiß. Damit heizen Sie nur zum Fenster raus. Wer seine Wohnung tagsüber zu sehr auskühlen lässt und nur dann aufheizt, wenn er zuhause ist, spart am falschen Ende. Die kalten Außenwände müssen genügend Zeit haben, sich zu erwärmen, sonst kann die warme Heizungsluft an den kalten Außenwänden kondensieren und sich Tauwasser bilden. Die feuchte Wand ist dann ein idealer Nährboden für Schimmel. Und wer seinen Schrank dann auch noch an der Außenwand aufgestellt hat, macht es dem Schimmel besonders leicht – dahinter kann die warme Luft nicht zirkulieren. Nachts oder bei Abwesenheit ist das Heizen auf 17 Grad Celsius ausreichend.

 

Tipp 7: Richtiges Heizen und Lüften nach einer Sanierung

Staut sich zu viel Feuchtigkeit in der Luft, lässt gerade in einer frisch sanierten Wohnung der Schimmel oft nicht lange auf sich warten. Während im zugigen Altbau der Luftaustausch über undichte Fenster, Türen oder Dächer quasi noch von allein erfolgte, wird richtiges Lüften in einem sanierten Haus durch die luftdichte Bauweise besonders wichtig. Ratsam ist, ein Lüftungskonzept schon vor Beginn der Sanierung zu erstellen. Oft genügt hier im Winter manuelles Lüften alleine nicht mehr. Qualifizierte Energieberater oder Handwerksbetriebe beraten zum richtigen Lüften und Heizen, am besten schon vor der Angebotserstellung.

 

Tipp 8: Wohnung automatisch lüften – Heizkosten sparen

Wer seine Luftfeuchtigkeit in allen Wohnräumen seiner Wohnung lieber automatisch regulieren lassen möchte, für den ist eine Lüftungsanlage mit automatischer Wärmerückgewinnung die richtige Alternative. Sie hilft, bis zu 90 Prozent der Wärme aus der verbrauchten, feuchten Luft zurück zu gewinnen. Frische, sauerstoffreiche Luft wird nach Bedarf geregelt zugeführt, das sorgt für hohen Wohnkomfort, gerade im Winter. Moderne Geräte lüften sehr energieeffizient. Schimmel ist kein Thema mehr.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik
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