Eine Schüttdämmung ist in vielen Bereichen das einfachste und manchmal sogar das einzige Mittel, um mit vertretbarem Aufwand eine Wärmeisolierung zu installieren. Lesen Sie, für welche Einsatzgebiete die Schüttdämmung konzipiert wurde, und erfahren Sie mehr über die Verwendung als Einblasdämmung bei Effizienzhaus-online!

 

Kleinteilig und flexibel: Schüttdämmung als Flocken oder Granulat

Schüttdämmung ist kleinteiliges Dämmmaterial, das sich für Dämmmaßnahmen an Stellen eignet, die mit klassischen Dämmstoffen in Platten- oder Mattenform nicht ausgestattet werden können. Granulate und Flocken werden in Säcken angeboten und können entweder dem Namen entsprechend als Schüttung oder durch Einblasen eingebracht werden. Diese Materialien schließen eine wichtige Lücke bei der Auswahl verfügbarer Dämmstoffe für die Altbausanierung.

 

Wofür wurde Schüttdämmung entwickelt?

Immer wieder stoßen Bauherren bei Sanierungsarbeiten auf die Schwierigkeit, dass Gebäudeteile für die gewählten Dämmarbeiten nicht oder nur schwer zugänglich sind. Oder die Decken sind uneben und die geringe Raumhöhe eignen sich daher nur bedingt für die Verlegung von Matten oder Platten.

Ein typisches Einsatzgebiet ist daher die Deckendämmung von Holzbalkendecken im Altbau. Eine Schüttdämmung ist in diesen Fällen eine sinnvolle Option, die es erlaubt, mit einfachen Arbeitsschritten eine wirkungsvolle Wärmeisolation mit einem ebenen tragfähigen Boden herzustellen.

 

Vorteile von Schüttdämmung

Die Dämmstoff-Granulate sind leicht, langlebig und umweltverträglich. Dämmschüttungen füllen unregelmäßige Hohlräume vollständig aus. Sie fallen dicht und bilden dabei eine wirkungsvoll wärmedämmende Schicht. Ein Vorteil ist, dass der gesamte Hohlraum mit Dämmstoff ausgefüllt wird. So wird der verfügbare Raum automatisch vollständig ausgenutzt.
Eine Schüttdämmung ist leicht mit Dampfsperren oder Dampfbremsen kombinierbar. Mit einer einfachen Lage aus Lagerhölzern ist sie auch auf Betondecken einfach einzubringen. Das macht sie zu einer der einfachsten Lösungen für Hohlraumdämmung.

 

Welche Materialien kommen in Frage?

Das populärste Material für die losen Dämmstoffe ist ein mineralisches Granulat, das aus Perliten, einem häufigen Vulkangestein, gewonnen wird. Daneben können auch viele andere Materialien als Schüttdämmung Einsatz finden: Von Polyurethan über Gras-, Seegras und Cellulosfasern bis zu Blähglas und Dämmlehm sind die Werkstoffe so vielfältig, wie die verschiedenen Einsatzgebiete. Dabei können sich die Werte bezüglich der Wärmeleitfähigkeit sehen lassen: Mit weniger als 0,05 W/mK liegen sie nicht sehr viel höher, als bei vielen EPS- und XPS-Dämmstoffen.

 

Schütten oder einblasen: Wie lässt sich Schüttdämmung einbringen?

Die Einbringung ist in den meisten Fällen denkbar einfach. Das Material lässt sich in Säcken abgepackt einfach an den Einsatzort transportieren. Dort müssen die Granulate nur per Hand in die vorbereiteten Hohlräume geschüttet werden, bis die Füllmenge erreicht ist. Anschließend erfolgt eine einfache Verdichtung. Je nach Einsatzgebiet wird vor dem Schließen der Hohlräume noch die Dampfsperre verlegt.

Etwas mehr Fachwissen ist notwendig, wenn Sie die Schüttdämmung einblasen möchten. Die Mehrzahl der Dämmstoffe, die für Schüttdämmungen verwendet werden, eignen sich auch ohne Weiteres als Einblasdämmung. In vielen Fällen lassen sich die Techniken kombinieren, um den Aufwand zu minimieren und eine vollständige Ausfüllung der betreffenden Hohlräume mit Dämmstoff zu gewährleisten. Eine Einblasdämmung erfordert eine entsprechende technische Ausrüstung und sollte auch aufgrund der schwierig zu kontrollierenden Ergebnisses von einer Fachfirma ausgeführt werden.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Ingo Bartussek - fotolia.com

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