Wohnkomfort steigern und Schimmelbildung verhindern

Klettern die Temperaturen in den Sommermonaten nach oben, wird es in Häusern und Wohnungen immer wärmer. Die feuchtwarme Luft senkt dabei nicht nur den Wohnkomfort, sie kann sogar Schimmel verursachen. Für Abhilfe sorgt das richtige Lüften im Sommer. Die folgenden Tipps zeigen, worauf es dabei ankommt. 

 

Warum ist richtiges Lüften im Sommer so wichtig?

Die Luft im Sommer ist warm und transportiert viel Feuchtigkeit. In den eigenen vier Wänden sorgt sie für steigende Temperaturen und kann den Wohnkomfort empfindlich stören. Dabei beeinflussen die hohen Temperaturen nicht nur unseren Schlaf. Sie schaden außerdem der Konzentrationsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden. Kühlt sich die feuchtwarme Außenluft in den Innenräumen ab, steigt ihre relative Feuchte. Dies kann dazu führen, dass Wasser an kalten Wänden kondensiert und damit das Schimmelpilzwachstum fördert.. Besonders deutlich wird das in Kellern, die häufig um einiges kühler als Wohnräume sind.

Extremer sind die Auswirkungen übrigens in energiesparend gebauten oder sanierten Gebäuden. Zwar heizen diese sich deutlich langsamer auf, wenn die Wände aber einmal warm sind, bekommen ihre Bewohner die Temperaturen ohne entsprechende Kühltechnik kaum mehr in den Griff.

 

Richtig Lüften im Sommer: Worauf kommt es an?

Während warme Luft viel Feuchtigkeit mitführen kann, sinkt das Vermögen mit fallenden Temperaturen. Wer also im Sommer richtig lüften möchte, sollte die kühleren Nächte und Morgenstunden nutzen. Hier ist die Außenluft vergleichsweise kühl und trocken. Die relative Feuchtigkeit in den eigenen vier Wänden sinkt und die Raumtemperaturen lassen sich etwas absenken. Auf diese Weise entsteht ein Puffer, der auch am folgenden Tag für angenehmes Klima sorgt. Experten sprechen dabei von Nachtlüftung.

Wer im Erdgeschoss wohnt oder die Fenster aus anderen Gründen geschlossen halten muss, kann zum Lüften auch auf technische Geräte setzen. Anlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung lassen sich dann nachts auf Volllast betreiben.

 

Schimmelgefahr im Keller: Nicht am Tage lüften

Besonders wichtig ist das richtige Lüften im Keller. Denn die Kellerwände sind in der Regel um einiges kühler, sodass die transportierte Feuchtigkeit dort kondensiert. Die nassen Wände begünstigen die Schimmelbildung und können sich zu schwerwiegenden Bauschäden entwickeln. Auch hier gilt: Fenster in der Nacht öffnen. Funktioniert das nicht, helfen dezentrale Lüftungsgeräte oder – wo möglich – das Beheizen der Kellerräume. 

 

Dem Aufheizen im Sommer effektiv vorbeugen

Zusätzlich zum richtigen Lüften kommt es gleichermaßen auf einen effektiven sommerlichen Wärmeschutz an. Dabei geht es darum, die kräftige Wärmestrahlung der Sonne auszusperren. Möglich ist das mit Rollos oder anderen Verschattungseinrichtungen. Diese verhindern, dass sich Innenräume mit großen Fensterflächen an Sommertagen stark aufheizen.

Schutz vor hohen Raumtemperaturen bietet auch eine Wärmedämmung. Vor allem im Dach hält diese die Sommerwärme draußen und saunaartige Zustände bleiben aus. Wie das richtig funktioniert, erklären wir im Beitrag „Nie mehr Sauna im Dachgeschoss“.

 

Heizen und Kühlen mit der Wärmepumpe

Haben sich die eigenen vier Wände einmal richtig aufgeheizt, hilft das richtige Lüften im Sommer nur begrenzt. Wer nicht auf stromfressende Kühlgeräte setzen möchte, bekommt die Temperaturen sogar mit einer Wärmepumpe in den Griff. Denn diese kann nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Und zwar aktiv über den integrierten Kälteprozess oder ganz einfach passiv über Erdreich oder Grundwasser. Im Beitrag „Kühlen und Heizen mit Wärmepumpe“ erklären wir, wie das funktioniert.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Fotolia / lily

   
 

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