Luftheizung

 

Eine gewöhnliche Heizungsanlage überträgt und transportiert ihre Wärme über Heizwasser. Dieses fließt vom Heizkessel in die Heizkörper und strahlt dort die benötigte Wärme ab. Das hat einige Vorteile. Doch es gibt auch andere Wege, um Räume effektiv zu beheizen. Einer davon ist die sogenannte Warmluftheizung. Diese nutzt, wie es der Name schon andeutet, die Luft als Wärmeüberträger. Wie funktioniert das und wann ist es sinnvoll, auf eine Warmluftheizung umzusteigen?

 

Voraussetzungen für eine Luftheizung?

Eine Warmluftheizung ist in Deutschland deutlich weniger verbreitet als in anderen Teilen der Welt. Luftheizungen werden häufig nur da eingesetzt, wo der Wärmebedarf gering ist. Die wichtigste Voraussetzung für eine Luftheizung ist, dass die Heizlast unter 10W/Quadratmeter liegt. Dies ist in der Regel bei sehr gut gedämmten Häusern der Fall. Gerade in wärmeren Gebieten, wo auch im Winter eine geringere Heizleistung nötig ist, erfreut sie sich aber großer Beliebtheit. Dass eine Warmluftheizung hierzulande weniger häufig anzutreffen ist, hat sicherlich auch mit den spezifischen Vor- und Nachteilen zu tun, auf die noch einzugehen ist.

 

Wie funktioniert eine Warmluftheizung?

Eine Warmluftheizung funktioniert zunächst ganz ähnlich wie eine gewöhnliche Heizungsanlage, die mit Heizwasser arbeitet. Es können selbst die gleichen Energieträger wie Holz oder Gas verwendet werden. Lediglich der Übertragungsweg in die Räume unterscheidet sich. Bei einer Warmluftheizung wird nämlich die aufgewärmte Luft (statt des Wassers) in die Räume (statt in einzelne Heizkörper) geleitet. Das geschieht über installierte Leitungen und Kanäle sowie spezielle Öffnungen und Durchlässe in den Räumen selbst. Natürlich kann nicht nur neue Luft in den Raum gegeben werden, es muss auch kontinuierlich verbrauchte Luft abgesaugt und nach außen abgegeben werden.

 

Niedrigere Heizleistung der Luft im Vergleich zum Wasser

Wasser und Luft weisen unterschiedliche Eigenschaften auf, wenn es um die Heizleistung bzw. den Transport der Energie geht. Die Luft schneidet dabei deutlich schlechter ab. Das muss sie als Wärmeüberträger nicht ausschließen, macht sie aber nicht für jedes Gebäude geeignet. Der energetische Zustand ist hierbei entscheidend. Nur wenn sich dieser auf einem hohen Niveau befindet – wie bei einem modernen Passivhaus – ist eine Warmluftheizung sinnvoll. Andernfalls wäre die aufgebrachte und benötigte Energie zu hoch. Außerdem würde das Aufheizen der Luft auf zu hohe Temperaturen zu einem unangenehmen Geruch führen. Dieser wird ab ca. 50 Grad vom in der Luft enthaltenen Staub verursacht.

 

Warmluftheizung installieren?

Ob überhaupt und wie genau eine solche Warmluftheizung installiert werden kann, das kann nur der Fachmann entscheiden und letztlich planen. Es muss zudem unterschieden werden zwischen einer Warmluftheizung, die ausschließlich mit Frischluft arbeitet und einer Anlage, die mit Umluft arbeitet, also Luft aus dem Raum aufsaugt, weiterverarbeitet und wieder an den Raum abgibt. Diese Variante arbeitet effektiver, bringt aber auch Nachteile wie Störgeräusche oder entstehende Zugluft mit sich.

 

Es gibt Methoden, um noch effizienter mit Luft zu heizen. Das ist zum einen die Wärmerückgewinnung, zum anderen die Erdwärmeübertragung. Bei der Wärmerückgewinnung gibt die verbrauchte Luft durch einen Wärmeüberträger ihre Restwärme an die neu hinzugeführte Frischluft ab. Damit erwärmt sich die Frischluft auch bei kalten Temperaturen und es muss insgesamt eine geringere Heizleistung aufgebraucht werden, um den Raum auf Temperatur zu halten. Bei der Erdwärmeübertragung läuft die Luft über ein unterirdisches Rohr zum Haus. Beim Hindurchströmen erwärmt sich die Luft durch die Energie des Erdreichs. Auch das sorgt dafür, dass weniger Energie aufgebracht werden muss.

 

Vor- und Nachteile zur Warmluftheizung

Die Nutzung einer Warmluftheizung bringt verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Grundsätzlich kann die Warmluftheizung nur in energetisch hochwertigen Häusern genutzt werden. Andernfalls würden sich einige Vorteile in echte Nachteile umkehren. Weiterhin sollten Allergiker vorsichtig sein, da durch die große Luftzirkulation Staub in erhöhtem Maße aufgewirbelt wird. Das lässt sich kaum vermeiden und sollte vorher dringend bedacht werden. Die Planung ist entscheidend. Denn die Umstellung auf eine Warmluftheizung mit all ihren Rohren und Kanälen ist nicht nur aufwendig, sondern benötigt einen gewissen Platz. Ein Fachmann sollte hier eine Empfehlung abgeben. Eine gute Planung verhindert auch eine übermäßige Geräuschentwicklung oder eine schlechte Luftqualität in den Räumen.

 

Vorausgesetzt die energetischen Grundbedingungen sind gegeben, kann die Warmluftheizung aber auch einige Vorteile bieten. Die Aufheizzeit der Räume ist zum Beispiel sehr gering, da die Wärme in der Luft übertragen wird und nicht von einzelnen Heizkörpern ausgeht. Weiterhin kann durch die Zugabe von Frischluft für ein angenehmes Raumklima gesorgt werden. Sogar eine Kühlung ist in den Sommermonaten durch die Anlage möglich. Im Bereich der Effizienz kann zudem durch die Wärmerückgewinnung und die Erdwärmeübertragung Energie gespart werden.

 

Eine Warmluftheizung könnte also eine Investition wert sein. Allerdings gibt es auch klare Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt. In jedem Fall muss das Gespräch mit einem Fachmann gesucht werden, um festzustellen, ob eine Sanierung überhaupt möglich ist und wie sinnvoll sie in der konkreten Situation erscheint.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: www.igetec.de

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