Kaminöfen sind eine interessante Wahl, wenn Hausbesitzer oder Mieter die Vorzüge einer Holzheizung einfach und kostengünstig nutzen möchten. Der Kaminofen Einbau braucht nicht viel handwerkliche Erfahrung. Ganz simpel geht es aber auch nicht. Lesen Sie bei Effizienzhaus-online, worauf Sie unbedingt achten müssen!

 

Rustikal und umweltschonend: Die Vorzüge der einfachen Holzheizung

Es ist leicht zu verstehen, warum Kaminöfen so beliebt sind. Der einfache, freistehende Holzofen verbindet einen Teil der Stärken eines gesetzten Grundofens, Kohleherds oder Kachelofens mit der Ästhetik der offenen Flamme. Als gebrauchsfertige Geräte machen Kaminöfen beim Einbau wenig Arbeit und verbinden schönes Design mit rustikaler Kaminatmosphäre. Durch die Verbrennung nachwachsender Rohstoffe heizen die Betreiber ökologisch unbedenklich. Dazu sind die Geräte auch nicht zu teuer. So sieht eine günstige Heizungsergänzung aus.

 

Unter welchen Voraussetzungen lässt sich ein Kaminofen einbauen?

Prinzipiell lässt sich in jedem Gebäude ein freistehender raumluftunabhängiger Kaminofen einbauen und betreiben. Unverzichtbare Bedingungen sind lediglich der Zugang zu einem geeigneten Schornstein sowie die Versorgung mit Frischluft. Das schränkt Wahl des Aufstellorts ein. Ohne Schornstein und Luftzuführung lässt sich in Wohnräumen selbstverständlich keine Feuerstelle betreiben. Mit etwas mehr Aufwand ist der Kaminofen Einbau "ohne Schornstein" aber dennoch möglich. Fehlt der gemauerte Kamin, können Hausbesitzer, die nicht auf die schöne Atmosphäre verzichten wollen, ein Edelstahlrohr als Rauchabzug an der Außenwand entlangführen. Dieses versorgt gleichzeitig die Feuerstelle mit Frischluft. Bei Fragen zum Aufstellort und zum sicheren, genehmigten Betrieb ist der Bezirksschornsteinfeger immer der erste Ansprechpartner. Er muss die Feuerungsanlage vor dem Betrieb auch abnehmen und kontrolliert dabei die Einhaltung der geltenden Vorschriften.

 

Kaminofen Einbau mit Bausatz

Etwas komplexer sind die Arbeiten für einen Einbaukamin, der aus Formsteinen gesetzt wird. Da hier verschiedene Elemente nicht nur aufgestellt, sondern fest im Wohnraum installiert werden, macht ein Bausatz bei der Montage mehr Arbeit als ein freistehender Kaminofen.

Im Allgemeinen verlangt der Aufbau keine großen, handwerklichen Fähigkeiten. Die vorgefertigten, modularen Elemente sind einfach selbst zu setzen. Ein hitzebeständiger Spezialkleber ersetzt den Mörtel. Vor dem Kauf müssen Sie auch in diesem Fall klären, ob die passende Anschlussmöglichkeit für Rauchabzug und Frischluftversorgung gegeben ist.

Einbauservice mit Kernbohrung

Die Hauptarbeit beim Kaminofen Einbau verursacht der Durchgang zum Schornstein. Der muss in Fällen, wenn Hausbesitzern einen Kaminofen nachrüsten, am Aufstellort meist erst hergestellt werden. Professionelle Anbieter führen dazu im Mauerwerk eine Kernbohrung durch. Das geht sauber, schnell und passgenau. Mit einer Fachfirma gehen Sie auch sicher, dass alle Anschlüsse fachgerecht ausgeführt sind. Der komplette Kaminofen Einbauservice liegt im Durchschnitt bei ca. 250 Euro. Betonwände verursachen allerdings deutlich mehr Aufwand und Kosten.

Sie können Sie Arbeiten auch selbst machen. Der Durchbruch ist keine Millimeterarbeit. Wichtig ist nur, dass der Anschlussstutzen genau sitzt und dabei hitzebeständig und stabil gelagert ist. Über die richtige Ausführung von Anschlüssen und Dämmung sollten Sie sich vorher genau informieren und nur geeignete Materialien verwenden.

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Mehr Arbeit für wasserführenden Kaminofen

Ist Ihr Kaminofen wasserführend, muss beim Einbau entsprechend mehr beachtet werden. In der Wassertasche erwärmt sich das Wasser, das die Energie kontinuierlich zum Pufferspeicher transportiert. So heizt das Gerät nicht nur im Aufstellraum, sondern unterstützt das gesamte Heizsystem.

Dafür muss allerdings der wasserführende Kaminofen an den Heizkreislauf angeschlossen werden. Ein fachgerechter Anschluss ist immer eine Sache für den Heizungsbauer. Je nach Komplexität der Anlage und der Notwenigkeit eines zusätzlichen Pufferspeichers können dadurch Mehraufwände und damit höhere Kosten anfallen.

 

Vorgaben für Brandschutz und Sicherheit

Eine Feuerstelle im Wohnraum ist immer eine potentielle Gefahrenquelle und muss mit großer Umsicht gestaltet und betrieben werden. Für den Brandschutz gibt es daher konkrete Vorgaben was Aufstellfläche und Abstände zu Wänden und Möbeln angeht. Die Aufstellfläche darf nicht brennbar sein. Vorgeschrieben ist eine feuersichere Bodenplatte, die von der Innenwand der Brennkammer aus gemessen einen Bereich von mindestens 50 cm nach vorn und 30 cm zur Seite abdeckt.

Die Mindestabstände zu Wänden, Möbeln und brennbaren Materialien betragen 20 bis 40 Zentimeter zu den Seiten und 80 bis 100 Zentimeter im Strahlungsbereich der Scheiben. Auch für die Bereiche des Ofenrohrs und einer eventuellen Kochplatte gibt es konkrete eigene Vorgaben.

Die Richtlinie ist sehr detailliert und die geltenden Werte können je nach Ausführung verschieden sein. Vor dem Kaminofen Einbau sollten Sie daher mit dem Bezirksschornsteinfeger genau klären, wie das Gerät zu installieren ist. Auf keinen Fall dürfen Sie einen neuen Kaminofen vor der Prüfung und Freigabe durch den Schornsteinfeger betreiben. Das Risiko unerkannter Brandgefahr oder der Einleitung von Abgasen in den Wohnraum darf nie unterschätzt werden. Im Schadensfall vor der Abnahme greift zudem keine Versicherung. Legen Sie unbedingt Wert auf die fachgerechte Ausführung, damit es bei der Kontrolle durch den Schornsteinfeger keine Beanstandung gibt! So haben Sie lange und sicher Freude an dieser schönen Art, zu heizen.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus

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