Jede Heizung läuft im Winter auf Hochbetrieb. Stunde um Stunde, Tag für Tag. In kalten Winter fallen so bis zu 1.800 Betriebsstunden an. Diese Dauerbelastung bleibt nicht ohne Folgen für Elektronik und Material.  Deshalb sollte die Heizung regelmäßig durch einen Fachbetrieb gewartet werden. Nur so sind ein langes Geräteleben, eine saubere Verbrennung, niedrige Heizkosten und volle Verfügbarkeit gewährleistet.

 

Viele Hersteller geben für eine neue Heizung eine jahrelange Garantie, beispielsweise Buderus mit einer 5-jährigen Systemgarantie. Voraussetzung für diese Garantiezusage ist eine regelmäßige, einmal jährliche Wartung der neuen Heizung. Dieser Rhythmus sollte auch nach Ablauf der Herstellergarantie beibehalten werden.

 

Warum ist eine regelmäßige Wartung der Heizung so wichtig?

Ständig wechselnde Betriebszustände, hohe Temperaturen, permanenter Druck – kein anderes Gerät im Haus ist so gefordert. Wartungsbedarf besteht unabhängig vom Brennstoff – egal ob Ölheizung, Gasheizung, Pelletheizung oder Wärmepumpe. Erst wenn alle Komponenten geprüft, gereinigt und optimal eingestellt sind, kann eine Heizung auch 100 Prozent Leistung bringen. Das sollte einmal jährlich gecheckt und bei Bedarf nachjustiert werden. Eine regelmäßige Wartung hilft Heizkosten und Energie zu sparen. Darüber hinaus werden Verschleißteile bei Bedarf rechtzeitig ausgetauscht – das beugt unerwarteten größeren Schäden vor. Mit einer Heizungswartung kommen Hausbesitzer gut, sicher und gemütlich durch die kalte Jahreszeit.

 

Wann ist die beste Zeit für die Wartung der Heizung?

Die alljährliche Heizperiode startet in der Regel am 1. Oktober und endet am 30. April. Eine Heizung lässt sich nur außerhalb dieser Frist optimal warten. Am besten kurz vor dem Start der Heizperiode. Dann sind alle Arbeiten erledigt, bevor es kälter wird.

 

Welche Punkte umfasst eine Wartung?

Bei einer Wartung inspiziert ein Fachbetrieb alle Komponenten der Heizung. Dazu gehören Heizkessel, Brenner, Heizungspumpen sowie die Heizungsregelung. Zunächst entfernt der Fachmann die Abdeckungen, damit er einen Blick hinter die Kulissen werfen kann. Er checkt sorgfältig alle Bestandteile der Heizung auf Dichtheit, Korrosions- oder Alterserscheinungen. Viele Fehler lassen sich schon mit dem bloßen Auge erkennen. Über die Betriebszeit fallen Verbrennungsrückstände an Wärmetauschern oder innerhalb des Brennraums an. Diese werden gereinigt, damit die Effizienz der Heizung nicht sinkt. Im nächsten Schritt folgt die Kontrolle der Brennerkomponenten sowie die bedarfsweise Reinigung beziehungsweise der Austausch von Verschleißteilen. Dazu gehören Elektroden, Düsen oder Filtereinsätze. Die Zufuhr der Verbrennungsluft wird ebenso wie die Abgasführung überprüft auf Funktion und Sicherheit. Bei Brennwerttechnik gilt es die Kondensatableitung zu checken und gegebenenfalls zu reinigen. Ein Punkt auf der Checkliste sind auch der Wasserstand der Heizung sowie der Vordruck im Membranausdehnungsgefäß. Bei Bedarf wird Heizungswasser nachgefüllt. Dann folgen die Überprüfung des Trinkwassererwärmers auf Temperatureinstellung, Dichtheit und Funktion sowie der Check der Korrosionsschutzanode. Letzter Schritt ist die Überprüfung der bedarfsgerechten Einstellung aller im Einsatz befindlichen Heizungspumpen. Ist die Heizung richtig eingestellt (Sommer-/Winterbetrieb, Nachtabsenkung) erfolgt die Endkontrolle der Wartungsarbeiten durch Messung und Protokollierung der Ergebnisse.

 

Ablauf einer Wartung

Wartung Heizung

  Eine regelmäßige Wartung der Heizung ist in Anbetracht der hohen jährlichen Laufzeit besonders wichtig.
Ablagerung Brennraum   Im Brennraum sammeln sich Ablagerungen an, die bei einer Wartung entfernt werden, damit die Heizung wieder volle Leistung bringen kann.
Reinigung Elektroden   Verschleißteile wie Elektroden, Düsen und Filter gilt es zu reinigen und bei Bedarf rechtzeitig auszutauschen
Kondensatableitung Heizung  

Bei Brennwerttechnik wird auch die Kondensatableitung geleert und gereinigt.

Prüfung Heizung   Die Ergebnisse der Wartung werden überprüft und protokolliert.
     

Gibt es gesetzliche Vorschriften für eine Wartung?

Ja. Die gültige EnergieEinsparVerordnung (EnEV) schreibt eine regelmäßige Wartung der Heizung in §11, Absatz 3, vor. Die EnEV macht aber bislang noch keine genauen Angaben zum Wartungsintervall. Hersteller und Fachverbände empfehlen eine jährliche Wartung der Heizung.
 

Was kostet eine Wartung?

Eine Wartung der Heizung kann zwischen 150 bis 250 Euro kosten, je nach Größe, Typ und Wartungsfreundlichkeit. Es wird empfohlen, die Wartung 1 x jährlich durchführen zu lassen, am besten vor Beginn der Heizperiode.

 

Was bringt ein Wartungsvertrag?

In einem Wartungsvertrag vereinbaren Hausbesitzer und Fachbetrieb, in welchem zeitlichen Rhythmus und in welchem Umfang die Heizung gewartet wird. Meist ist auch ein 24-Stunden-Notservice mit beinhaltet. Das garantiert dem Hausbesitzer schnelle Abhilfe, wenn die Heizung an Feiertagen oder nach Feierabend ausfällt. Ein Wartungsvertrag sollte auch eine Dichtheitskontrolle der Gasleitungen beziehungsweise eine Überprüfung der Tankanlage umfassen.

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Quelle: Bosch Thermotechnik/ZVSHK
Foto: Bosch

 

 

 

Expertenmeinung vom Kundendiensttechniker

“Wer an der Wartung seiner Heizung spart, spart an der falschen Stelle. Nur mit einer regelmäßigen Wartung arbeitet eine Heizung maximal effizient und kostspielige Reparaturen lassen sich im Vorfeld meist vermeiden“

Tobias Weßolek, Firma Wenzelburger Sanitär- und Heiztechnik, Filderstadt

 

 

 

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