Die Gasheizung ist ein komplexes System, das hohen Temperaturen, Druck und mechanischem Verschleiß unterworfen ist. Damit über die gesamte Lebensdauer die Effizienz Ihres Brennwertkessels so hoch bleibt, wie Sie es erwarten, sollten Sie für eine Gasheizung die Wartungsintervalle genau einhalten.

 

Drei Gründe für regelmäßige Wartung

Gasheizungen müssen aus drei Gründen regelmäßig gewartet werden:

  • Sicherheit
  • Effizienz
  • Haltbarkeit

Dabei sind für die Brennwert Gasheizung Wartung und Schornsteinfeger-Prüfung zu unterscheiden. Der Schornsteinfeger prüft nur die Sicherheit der Esse und die Einhaltung der Abgaswerte. Daran lassen sich einige, aber längst nicht alle Defekte erkennen.


Gasanlagen müssen regelmäßig auf Dichtheit überprüft werden. Für den sicheren Betrieb sind alle Komponenten regelmäßig auf Verschleiß zu überprüfen. Doch auch, wenn die Sicherheit nicht beeinträchtigt ist, wirken sich defekte, abgenutzte Teile oder falsche Einstellungen auf die Effizienz und den Verbrauch aus. Wer seinen Kessel regelmäßig kontrollieren lässt, geht sicher, dass die Gasbrennwertheizung auch wirklich so sparsam arbeitet, wie es ihr möglich ist.


Zudem kommt es vor, dass die Heizung trotz einer Störung weiter arbeitet, und Sie vielleicht gar nicht bemerken, dass ein Problem vorliegt. Das hat häufig neben unnötigem Mehrverbrauch auch höhere Abnutzung einzelner Teile zur Folge. Dann entstehen mit der Zeit Schäden, die deutlich teurer werden, als die Kosten für die jährliche Wartung. Wichtig ist bei einer Gasheizung die Wartung nach Herstellervorgabe auch, um Garantieansprüche zu erhalten.

 

Was gehört zur Wartung einer Gasheizung?

Wenn für die Gasheizung der Wartungstermin kommt, verdient der Kessel die größte Aufmerksamkeit. Das beginnt mit dem Auslesen des Heizungsreglers. Fehlercodes und die Zahl der Brennerstarts und Betriebsstunden geben wichtige Hinweise auf Defekte oder ungünstige Einstellung der Heizungsregelung. Über das Steuergerät wird auch ein Relaistest durchgeführt und die intakte Schaltung überprüft.

Dann folgen die mechanischen Schritte, die bei einer Gasheizung die Wartungsarbeiten zum größten Teil ausmachen. Der Wärmetauscher muss gereinigt werden, der Kondensatablauf wird gespült. Ein wichtiger Schritt, wenn eine Gasheizung der Wartung unterzogen und danach wieder montiert wurde, ist die gas- und wasserseitige Dichtheitsprüfung.

Schließlich werden Zünd- und Überwachungseinrichtungen und Dichtungen geprüft und verschlissene Teile ersetzt. Am Ende folgt die Abgasmessung. Schließlich wird der aufmerksame Installateur auch die Funktion des Ausdehngefäßes überprüfen.

Der Termin für die Heizungswartung liegt natürlich außerhalb der Heizperiode und sollte idealerweise am Ende des Sommers eingeplant werden. Dann wird die Anlage ideal vorbereitet, um sie wieder in Betrieb zu nehmen.

 

Für die Gasheizung Wartungsintervalle freiwillig oder nach Vorschrift?

Es ist häufig zu lesen, dass eine jährliche Prüfung für Gasheizungen gesetzlich vorgeschrieben sei. Doch obwohl bei einer Gasheizungen die Wartung eine wichtige Rolle für die Betriebssicherheit spielt, ist es selbst unter Fachleuten umstritten, inwieweit eine solche Regel wirklich verpflichtend ist.


Laut EnEV ist für eine Gasheizung die Wartung gesetzliche Pflicht. Der entsprechende Passus findet sich in EnEV §11 Abs 3: "Anlagen und Einrichtungen der Heizungs- , Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung sind vom Betreiber sachgerecht zu bedienen. Komponenten mit wesentlichem Einfluss auf den Wirkungsgrad solcher Anlagen sind vom Betreiber regelmäßig zu warten und instand zu halten. Für die Wartung und Instandhaltung ist Fachkunde erforderlich. Fachkundig ist, wer die zur Wartung und Instandhaltung notwendigen Fachkenntnisse und Fertigkeiten besitzt." Das Wartungsintervall wird dabei aber offen gelassen.


Andererseits sprechen die technischen Regeln für Gasinstallationen von einem Wartungsintervall von einem Jahr oder nach Herstellervorgabe. Die Einhaltung der TRGI ist Voraussetzung, wenn Sie einen Gasliefervertrag eingehen. Die Frage, ob sich daraus auch eine gesetzliche Verpflichtung ergibt, jedes Jahr für die Gasheizung die Wartung durchzuführen, ist allerdings eine Frage, die Juristen länger beschäftigen kann.


Fragen der Haftung spielen ohnehin nur sehr selten eine Rolle. Wesentlich häufiger in der Praxis sind vermeidbare Schäden an der Heizungsanlage und ein unnötig hoher Verbrauch durch mangelhafte Wartung. Es ist daher im Eigeninteresse jedes Heizungsbetreibers, die Herstellervorgaben einzuhalten, um Garantieansprüche zu erhalten und die Anlage lange und unter besten Bedingungen zu nutzen.

 

Wartungskosten für Gasheizungen

Im Durchschnitt fallen für die Wartung einer Gasheizung Kosten zwischen 160 bis 200 Euro an. Wenn für die Gasheizung der Wartungstermin naht, gibt es keine gravierenden Unterschiede zwischen der kleinen 15 kW-Therme und einer Heizzentrale mit 50 kW Leistung im Zwei- oder Mehrfamilienhaus. Die routinemäßigen Arbeitsschritte sind die gleichen und der Aufwand daher fast identisch. Die Wartungskosten von Etagenheizungen im Mehrfamilienhaus können niedriger sein.


Je nach Vereinbarung kommen im Mietsverhältnis für die Wartung der Gasheizung Mieter oder Besitzer auf. Ein Wartungsvertrag erleichtert Ihnen die jährliche Terminsuche und gibt Ihnen Preissicherheit. Häufig ist der Abschluss eines solchen Vertrages auch die Voraussetzung, um erweiterte Garantieleistungen in Anspruch nehmen zu können.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Aycatcher - Fotolia.com

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