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Blockheizkraftwerk (BHKW) für das Einfamilienhaus

Blockheizkraftwerk (BHKW) für das Einfamilienhaus

Strom und Wärme erzeugen mit einem Mini-Blockheizkraftwerk

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezeichnet die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme. KWK-Anlagen – auch Blockheizkraftwerk (BHKW) genannt – nutzen die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme für Heizung oder Warmwasser. Durch die Verwertung von Strom und Wärme lassen sich mit einem Blockheizkraftwerk gegenüber der getrennten Erzeugung deutlich höhere Gesamtwirkungsgrade erreichen. Die Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung kann sowohl in großen Heizkraftwerken als auch in Wohngebäuden in Form von Blockheizkraftwerken zum Einsatz kommen. So genannte Mini-BHKW-Anlagen eignen sich auch für Ein- und Zweifamilienhäuser. Mit einer solchen Anlage im Keller können Privathaushalte eigenen Strom erzeugen, die produzierte Wärme zum Heizen sowie Warmwasserbereitung nutzen und damit langfristig die Kosten senken.

 

Navigation

1. Überblick über die KWK-Technologien

2. Vorteile von KWK-Anlagen und Blockheizkraftwerken

3. Funktionsweise Blockheizkraftwerk und Kraft-Wärme-Kopplung

4. Kosten für ein Blockheizkraftwerk

5. BAFA-Förderung für Mini-KWK-Anlagen: Investitionszuschuss plus Stromvergütung

6. Darauf sollten Sie bei Blockheizkraftwerken und KWK-Anlagen achten


Quelle: Q:marketing - Youtube.com

 

Kosten für ein Blockheizkraftwerk

Ein kleines Blockheizkraftwerk mit bis zu 10 Kilowatt elektrischer Leistung schlägt bei den Kosten für die Anschaffung mit rund 15.000 Euro zu Buche. Die Kosten der einzelnen Geräte variieren nach einer Marktuntersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (2013) zwischen 12.500 und 23.500 Euro.

Geringen Einfluss auf die Gerätekosten haben die zum Einsatz kommenden Brennstoffe und das Funktionsprinzip. Tendenziell fallen die Kosten für Blockheizkraftwerke, weil die verkauften Stückzahlen steigen und so ein wirtschaftlicheres Produzieren möglich ist. Neben dem reinen Gerätepreis unterscheiden sich Mikro-BHKW in ihrem Wirkungsgrad, ihrem Geräuschpegel und in ihrem Wartungsaufwand. Alle diese Punkte sollten bei einem Vergleich der Kosten mitberücksichtigt werden.

Hinzu kommen noch:

  • Kosten für Montage und Inbetriebnahme sowie, falls erforderlich
  • Kosten für einen Wärmespeicher oder einen Zusatzkessel für Spitzenlast
  • Kosten für die Wartung

 

Wichtig ist beim Preis- und Angebotsvergleich, einen genauen Blick auf die Kosten für die fachgerechte Wartung des BHKW zu werfen. Die Wartungskosten sollten in einem korrekten Angebot mit ausgewiesen sein. Als Richtwert lassen sich Kosten von 2 bis 3 Cent pro erzeugter Kilowattstunde zugrunde legen.

 

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BAFA-Förderung für Mini-KWK-Anlagen: Investitionszuschuss plus Stromvergütung

Das BAFA fördert die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks mit einem Investitionszuschuss. Eine Mini-KWK-Anlage mit 1 kW elektrischer Leistung erhält 1.900 Euro Basisförderung, eine Mini-KWK-Anlage mit 5 kW 2.900 Euro (Stand Januar 2017). Die Förderung kann für besonders energieeffiziente Mini-BHKW noch aufgestockt werden. Den Wärmeeffizienzbonus in Höhe von 25 Prozent der Basisförderung gibt es, wenn die Anlage mit einem (zweiten) Wärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet ist und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizsystem angeschlossen wird. Den Stromeffizienzbonus in Höhe von 60 Prozent der Basisförderung erhalten Mini-BHKW mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad. Die Förderung muss vor Vorhabensbeginn beantragt werden. Günstige Kredite für das neue Mini-BHKW vergibt die KfW.

Stromvergütung: Seit 2016 wird die Förderung nicht mehr wie bisher für 10 Jahre, sondern für 60.000 Vollbenutzungsstunden (VBH) gewährt. Ebenfalls neu ist die Höhe der Förderung für Anlagen mit maximal 50 kW elektrischer Leistung. Die Stromvergütung unterscheidet zwei Varianten:

  • pauschalierte Einmalzahlung für Anlagen bis 2 kW el (Auszahlung BAFA)
  • für 60.000 VBH 4 Cent/kWh – entspricht 2.400 Euro bei 1 kW el und 4.800 Euro bei 2 kW el
  • Abrechnung nach Erzeugung (bis 60.000 VBH)

 

Für in der BAFA-Typenliste aufgeführte fabrikneue Mini-KWK-Anlagen erfolgt die Antragstellung zur Stromvergütung elektronisch beim BAFA. Dieser Antrag ist Grundlage für die Abrechnung mit dem Stromanbieter.

  • Zuschlag für selbst verbrauchten Strom – 4 Cent pro kWh
  • Zuschlag für ins Stromnetz eingespeisten Strom – 8 Cent pro kWh

 

Eingespeister Strom wird wie folgt vergütet:

Üblicher Strompreis an Leipziger Strombörse KWK-Index (4. Quartal 2016) 3,76 Cent pro kWh
Zuschlag laut KWK-Gesetz 8,0 Cent pro kWh
Vergütung für vermiedene Netzkosten (Höhe nicht gesetzlich geregelt) 0,50 - 2,0 Cent pro kWh
Einspeisevergütung gesamt 12,26 - 13,76 Cent pro kWh
 
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Darauf sollten Sie bei Blockheizkraftwerken und KWK-Anlagen achten

  • Entscheidende Faktoren für die Wirtschaftlichkeit eines BHKW sind die Vergütung für Einspeisung und Selbstnutzung des Stroms sowie die richtige Auslegung. Ist das BHKW – insbesondere für die Sommermonate – zu groß dimensioniert, reduzieren sich Betriebszeit und Stromerzeugung und die Rentabilität sinkt.
  • Bei Mikro-BHKW im Ein- und Zweifamilienhaus wird zur zeitlichen Entkopplung beziehungsweise Glättung von Wärmeerzeugung und -Bedarf in der Regel ein Pufferspeicher ergänzt. Das sichert höchste Stromerzeugung und maximale Gesamtwirkungsgrade.
  • KWK-Anlagen gelten unter bestimmten Voraussetzungen als Ersatzmaßnahme im Sinne von EEWärmeG und EWärmeG.

 

 
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Weitere Informationen zum Blockheizkraftwerk


Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus

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