BAFA-Förderung für Mini-KWK-Anlagen: Investitionszuschuss plus Stromvergütung

Das BAFA fördert die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks mit einem Investitionszuschuss. Eine Mini-KWK-Anlage mit 1 kW elektrischer Leistung erhält 1.900 Euro Basisförderung, eine Mini-KWK-Anlage mit 5 kW 2.900 Euro (Stand Januar 2017). Die Förderung kann für besonders energieeffiziente Mini-BHKW noch aufgestockt werden. Den Wärmeeffizienzbonus in Höhe von 25 Prozent der Basisförderung gibt es, wenn die Anlage mit einem (zweiten) Wärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet ist und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizsystem angeschlossen wird. Den Stromeffizienzbonus in Höhe von 60 Prozent der Basisförderung erhalten Mini-BHKW mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad. Die Förderung muss vor Vorhabensbeginn beantragt werden. Günstige Kredite für das neue Mini-BHKW vergibt die KfW.

Stromvergütung: Seit 2016 wird die Förderung nicht mehr wie bisher für 10 Jahre, sondern für 60.000 Vollbenutzungsstunden (VBH) gewährt. Ebenfalls neu ist die Höhe der Förderung für Anlagen mit maximal 50 kW elektrischer Leistung. Die Stromvergütung unterscheidet zwei Varianten:

  • pauschalierte Einmalzahlung für Anlagen bis 2 kW el (Auszahlung BAFA)
  • für 60.000 VBH 4 Cent/kWh – entspricht 2.400 Euro bei 1 kW el und 4.800 Euro bei 2 kW el
  • Abrechnung nach Erzeugung (bis 60.000 VBH)

 

Für in der BAFA-Typenliste aufgeführte fabrikneue Mini-KWK-Anlagen erfolgt die Antragstellung zur Stromvergütung elektronisch beim BAFA. Dieser Antrag ist Grundlage für die Abrechnung mit dem Stromanbieter.

  • Zuschlag für selbst verbrauchten Strom – 4 Cent pro kWh
  • Zuschlag für ins Stromnetz eingespeisten Strom – 8 Cent pro kWh

 

Eingespeister Strom wird wie folgt vergütet:

Üblicher Strompreis an Leipziger Strombörse KWK-Index (4. Quartal 2016) 3,76 Cent pro kWh
Zuschlag laut KWK-Gesetz 8,0 Cent pro kWh
Vergütung für vermiedene Netzkosten (Höhe nicht gesetzlich geregelt) 0,50 - 2,0 Cent pro kWh
Einspeisevergütung gesamt 12,26 - 13,76 Cent pro kWh
 
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Darauf sollten Sie bei Blockheizkraftwerken und KWK-Anlagen achten

  • Entscheidende Faktoren für die Wirtschaftlichkeit eines BHKW sind die Vergütung für Einspeisung und Selbstnutzung des Stroms sowie die richtige Auslegung. Ist das BHKW – insbesondere für die Sommermonate – zu groß dimensioniert, reduzieren sich Betriebszeit und Stromerzeugung und die Rentabilität sinkt.
  • Bei Mikro-BHKW im Ein- und Zweifamilienhaus wird zur zeitlichen Entkopplung beziehungsweise Glättung von Wärmeerzeugung und -Bedarf in der Regel ein Pufferspeicher ergänzt. Das sichert höchste Stromerzeugung und maximale Gesamtwirkungsgrade.
  • KWK-Anlagen gelten unter bestimmten Voraussetzungen als Ersatzmaßnahme im Sinne von EEWärmeG und EWärmeG.

 

 
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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Buderus

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