Wer heute ein Haus neu baut oder saniert, sollte seine Elektroinstallation so planen, dass eine intelligente Haussteuerung problemlos möglich ist. Für die Elektroinstallation im Smart Home bedarf es einiger Voraussetzungen. Am besten wird sie gleich so eingerichtet, dass sie den wandelnden Ansprüchen im Laufe eines Lebens Rechnung trägt.

Eine moderne, zukunftsfähige Elektroinstallation bildet eine intelligente Gebäudetechnik vollständig ab. Über Smart Home-Lösungen lassen sich Heizung, Klimatisierung, Lüftung, Verschattung, Beleuchtung und generell die Energienutzung automatisieren und fernsteuern. Beim Smart Home stehen dabei die Aspekte Wohnkomfort, Barrierefreiheit, Energieeffizienz, Sicherheit sowie Kommunikation und Multimedia im Vordergrund. Doch was heißt das konkret? Welche „Strippen“ sollten in welchen Räumen verlegt und für eine spätere Nutzung vorhanden sein?

 

Tipp: Elektroinstallation für ein Smart Home nach dieser Richtlinie planen

Sinnvollerweise sollte nach der RAL-Richtlinie RG 678 geplant werden.Hierin wird die Elektroinstallation in Wohngebäuden in drei Ausstattungsstufen eingeteilt, gekennzeichnet mit Sternen. Ein Stern steht für die notwendige Mindestausstattung, drei Sterne für die komfortabelste Lösung. Neu in der Richtlinie sind die sogenannten plus-Ausstattungswerte, die die drei Ausstattungsstufen zu nunmehr sechs Stufen ergänzen und die technischen Grundlagen für eine intelligente Haussteuerung abbilden. Den plus-Ausstattungswerten sind verschiedene Funktionsbereiche zugeordnet: 

  1. • Schalten und Dimmen von Beleuchtungsanlagen
  2. • Schalten von Steckdosen und Verbrauchsgeräten - Energiemanagement
  3. • Sonnenschutz durch Automatisierung
  4. • Heizen, Lüften, Kühlen
  5. • Sicherheit durch Alarm- bzw. Warnmeldungen

Je nach Ausstattungsvariante sind diese Funktionsbereiche wahlweise vorbereitet oder schon umgesetzt. 

Tipp: Für zeitgemäßen Komfort und für Flexibilität in Bezug auf die elektrischen Anwendungen im Haus empfehlen die Experten von ELEKTRO+  grundsätzlich den Ausstattungswert 2 nach RAL-RG 678 als Basisausstattung für eine Elektroinstallation. Darauf aufbauend dann für eine Smart Home-Lösung den Ausstattungswert 2plus. Durch die Auswahl eines Ausstattungswertes für einen Raum, eine Wohnung oder ein Haus ist der Umfang der Elektroinstallation eindeutig und zweifelsfrei beschrieben.

 

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Was kostet die Elektroinstallation für ein Smart Home?

Bereits für zirka sieben Prozent der Bausumme lassen sich auf Basis der Ausstattungsstufe 2plus einzelne Funktionsbereiche im Haus oder in der Wohnung mit intelligenter Smart Home-Technik ausstatten. Beispielsweise eine intelligente Beleuchtung mit Bewegungs- und Präsenzmeldern oder eine automatisierte Jalousien- und Rollladensteuerung. Das erhöht nicht nur den Komfort, sondern hilft auch beim Energiesparen. Insgesamt lassen sich durch eine umfangreiche Gebäudesystemtechnik die Energiekosten in einem Smart Home um bis zu 30 Prozent senken.

Tipp: Die KfW fördert in den Programmen 159 sowie 455 Maßnahmen für eine intelligente Haussteuerung im Hinblick auf ein selbstbestimmtes, altersgerechtes und sicheres Wohnen. Die KfW reicht zinsgünstige Kredite aus oder gewährt einen Investitionszuschuss. Die Smart Home-Förderung wird altersunabhängig vergeben. Das motiviert zur Realisierung einer Smart Home-Lösung.  

Fazit: Wer sein Zuhause in ein Smart Home verwandeln möchte, für den ist die intelligente Planung der Elektroinstallation bares Geld wert, denn das einmal eingebaute Netzwerk bleibt meist über Jahrzehnte im Einsatz. Wer hier an der falschen Stelle spart, verzichtet nicht nur auf Komfort. Nachträgliche Verbesserungen der Ausstattung sind meist mit baulichen Änderungen verbunden und damit deutlich teurer.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik
Foto: kalinovsky - depotsitphotos.com

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Selbstverständlich kann der clevere Sanierer auch hier von Fördermaßnahmen und Zuschüssen profitieren. KfW Programm 159 und 455 fördern geplante Maßnahmen für Einbruchschutz, Wohnkomfort und altersgerechtes Wohnen.

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