Für viele Verbraucher ist das Thema Sicherheit ausschlaggebend für die Anschaffung eines Smart Home Systems. Immerhin erfasst und verarbeitet die Smart Home Technologie viele sensible Daten über das persönliches Verhalten. Was mit diesen Daten passiert oder wo sie aufbewahrt werden, bleibt oft ein Rätsel. Trägt ein Smart Home wirklich zu mehr Sicherheit bei oder birgt ein solches System eher potentielle Sicherheitslücken im Eigenheim?

 

Deutschland und die hohen Standards

Sollten Sie deutscher Staatsbürger sein, gilt zunächst einmal Entwarnung. Hierzulande gelten relativ hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards. Außerdem verpflichten sich viele Firmen zusätzlich dafür zu sorgen, personenbezogene Daten sicher aufzubewahren und nicht an Dritte weiterzugeben. Gefährlich können in dieser Hinsicht sogenannte „Cloud Lösungen“ sein. Sollte der Sitz des genutzten Cloud-Unternehmens außerhalb Deutschlands liegen, gelten die hiesigen Gesetze meist nicht mehr. Was mit diesen Daten letztendlich passiert ist unklar. Um dem entgegen zu wirken setzen namhafte Anbieter auf eigene Cloud basierte Lösungen, statt auf den Service fremder Firmen zurückzugreifen. Wichtig hierbei ist, dass die Cloud auch tatsächlich in Deutschland gehostet wird.

Die größte Gefahr liegt, wie so oft, beim Benutzer selbst. Durch falsche Einstellungen oder unachtsamen Gebrauch des vernetzten Heims können Sicherheitslücken entstehen. Um die Smart Home Technologie auch unterwegs vom Smart Phone/Tablet nutzen zu können, ist es unumgänglich das Smart Home zumindest teilweise über WLAN zu koppeln. Leider liegt genau hier das Sicherheitsrisiko – im WLAN.

 

Welche Vorkehrungen sollten getroffen werden?

Grundsätzlich würde ein IT-Fachmann die These vertreten, dass so etwas wie ein „sicheres System“ nicht existiert. Dennoch kann man was WLAN angeht viel dafür tun, um nicht in den Beifang von Datendieben zu gelangen:

 

  1. 1. WLAN Passwort ändern

    Oftmals spart man sich die Mühe das WLAN Passwort des Routers zu ändern. Immerhin müsste man ja auf dem Gerät selbst den Netzwerkschlüssel ablesen um Zugriff auf das System zu bekommen. Pustekuchen! Meist werden die anfänglichen Netzwerkschlüssel automatisch generiert und diese Automatismen sind längst bekannt.

  2. 2. Sichere Passwörter verwenden

    Trotz zahlreicher Empfehlungen von Experten und Unternehmen der IT-Branche werden oftmals unsichere Passwörter verwendet. Es wird empfohlen Passwörter mit Sonderzeichen, Zahlen und Groß- und Kleinschreibung zu verwenden (Das Geburtsdatum des Ehegatten zählt nicht zu den sicheren Passwörtern).

  3. 3. Richtige Verschlüsselung verwenden

    Bei WLAN-Routern wird WPA2 empfohlen.

  4. 4. Datenfreigaben prüfen

    Gerade wenn bei der Steuerung des Smart Home über ein privates Smartphone/Tablet erfolgt, sollten man sehr sorgfältig die Datenfreigaben anderer Apps und Programme prüfen. Oftmals fordern Apps beim Installieren jegliche Rechte am Smartphone. Beim Bestätigen gibt man persönlichen Daten freiwillig weiter.

  5. 5. Firmware aktuell halten

    Jeder Router ist mit einer sogenannten „Firmware" ausgestattet. Sie ist verantwortlich für die Funktionalität zwischen Hardware und Software des Routers. Eine veraltete Firmwareversion stellt ein potentielles Sicherheitsrisiko dar und sollte daher aktualisiert werden. Bei weiteren Fragen zum Thema kann der jeweilige Internetanbieter ebenfalls behilflich sein.

  6. 6. Auf Zertifikate und Siegel achten

    Es gibt diverse Kennzeichnungen im Bereich Smart Home, so z.B. das TÜV Trust IT Zertifikat. Achten Sie beim Kauf auf ausreichende und passende Zertifizierung der Technologie, um bösen Überraschungen vorzubeugen.

 

Durch das Befolgen der hier aufgelisteten Tipps kann ebenfalls keine 100% Garantie für die angriffsgeschützte Verwahrung persönlicher Daten gegeben werden. Dennoch kann das Risiko durch Einhaltung der Tipps auf ein Minimum reduziert werden.

 

Weiterführende Informationen

Für weiterführende Informationen hat das Landeskriminalamt Nordrhein Westfalen in Verbindung mit der Smart Home Initiative Deutschland e.V. einen Ratgeber für Smart und Connected Home herausgegeben. Darin befindent sich nützliche Empfehlungen zur Sicherung digitaler Haustechnik inkl. detaillierter Beschreibung der Risiken und empfohlenen Präventionsmaßnahmen. Dieser Ratgeber ist jedem Smart Home Besitzer oder Interessenten wärmstens zu empfehlen.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik
Foto: maxkabakov - depositphotos.com

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Selbstverständlich kann der clevere Sanierer auch hier von Fördermaßnahmen und Zuschüssen profitieren. KfW Programm 159 und 455 fördern geplante Maßnahmen für Einbruchschutz, Wohnkomfort und altersgerechtes Wohnen.

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