Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)

Ab 2015 gibt es nicht nur die Möglichkeit der Förderung durch die KfW, sondern energetische Sanierungen können alternativ auch von der Steuer abgesetzt werden.

 

Mehr Energieeffizienz für Gebäude und im Heizungskeller

Die Energiewende planbar und nachvollziehbar machen – das war das Ziel der EEG-Reform. Nächster Schritt und weiteres Instrument dafür ist der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE), den das Bundeskabinett Anfang Dezember verabschiedet hat. Energieeffizienz soll damit zur zweiten Säule der Energiewende werden. Der NAPE setzt auf einen Mix aus Beraten und Informieren, Fördern und Fordern.

Die wichtigsten Elemente im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz sind:

  • die steuerliche Förderung von energetischen Gebäudesanierungen
  • die Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms
  • wettbewerbliche Ausschreibungen für Energiesparprojekte
  • die Stärkung des Marktes für Energieeffizienz
  • eine gemeinsame Initiative zusammen mit der Wirtschaft zur Etablierung von bis zu 500 Energieeffizienz-Netzwerken

 

Handlungsfeld des NAPE ist aber nicht nur die Energieeffizienz in Gebäuden, weitere Themenkomplexe behandeln das Energiesparen als Rendite- und Geschäftsmodell, die Eigenverantwortlichkeit für Energieeffizienz und den Verkehr.

 

Energieeffizienz von Gebäuden im Mittelpunkt

Besonders im Fokus des NAPE steht allerdings die Energieeffizienz von Gebäuden: Bis zum Jahr 2050 will die Bundesregierung einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Dafür werden als Sofortmaßnahme Energieberatungen vor Ort ausgebaut (ab dem 1. März 2015 vergibt das BAFA höhere Zuschüsse), energetische Sanierungen steuerlich gefördert (konkretisiert wird das bis Ende Februar 2015), das CO2-Gebäudesanierungsprogramm weiterentwickelt und aufgestockt (das Antrags- und Zusageverfahren für KfW-Kredite soll einfacher werden) und der Heizungscheck weiterentwickelt. Zusätzlich soll in den kommenden Jahren auch eine Energieeffizienzstrategie für Gebäude entwickelt werden.

 

Mehr Energieeffizienz im Heizungskeller

Auch das Einsparpotenzial im Heizungskeller will die Bundesregierung nutzen: Fachkundige wie Handwerker und Schornsteinfeger sollen voraussichtlich ab 2016 mit einem individuellen, freiwilligen Heizungscheck vor Ort die Schwachstellen einer ineffizienten, alten Heizungsanlage herausfinden und dem Hausbesitzer konkrete Vorschläge machen, wie sich diese Schwachstellen beheben lassen. Ebenso ab 2016 soll eine Effizienzkennzeichnung für alte Heizungsanlagen eingeführt werden – das so genannte Effizienzlabel. Es soll Hausbesitzer motivieren, ihre ineffiziente Anlage austauschen zu lassen oder ihr Gebäude energieeffizient zu sanieren. Vergeben werden soll das Label, wenn der Schornsteinfeger die Heizanlage begutachtet, bei Wartungsarbeiten oder bei Beratungsgesprächen. Das Ziel: Über einen Zeitraum von sieben Jahren sollen so alle alten Heizungsanlagen in Deutschland nach und nach gekennzeichnet und die Austauschrate bei Heizungsanlagen deutlich erhöht werden.

 

Quelle: BMWi / Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: BMWi