Intersolar: Trends und Themen 2015

Photovoltaik Anlage mit Solarstromspeicher und Wärmepumpe

Wichtiger Photovoltaik-Trend: Energiemanagementsysteme verbinden Photovoltaik-Anlage, Solarstromspeicher und Wärmepumpe, um den Solarstrom-Eigenverbrauch und die Effizienz zu optimieren

 

Intelligente Konzepte für zukunftsfähige Energieversorgung

Sie ist die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft: die Intersolar Europe in München. Vom 9. bis zum 12. Juni präsentierten mehr als 1.000 Aussteller ihre Neuheiten. Auch wenn die Messe deutlich kleiner als in den Jahren des Solarbooms geworden ist, sind die ausgestellten Produkte und Systeme doch zukunftsweisend. Im Mittelpunkt standen Solarspeicher und intelligente Energiesysteme.

Neben der solaren Energiegewinnung standen vor allem die Netzintegration, das intelligente Energiemanagement und die Speicherung erneuerbarer Energien im Fokus der Intersolar. Die positive Stimmung war begründet durch zunehmende Investitionen in die Solarenergie und den enormen Ausbau der Photovoltaik weltweit. Auch die Aussteller im Bereich Regenerative Wärme zeigten sich zuversichtlich was die Entwicklung im deutschen Markt angeht. Denn mit der Novelle des Marktanreizprogramms (MAP) hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erst kürzlich neue Impulse für den Wärmemarkt gesetzt.

 

Effiziente Energie- und Batteriespeicher sind Topthema

Während bisher bei der Photovoltaik die Energiegewinnung im Vordergrund stand, ist die Einbindung in die Stromnetze der Zukunft und das intelligente Management des Solarstroms das neue Schwerpunktthema. Effiziente Energie- und Batteriespeichersysteme werden damit immer wichtiger. Sie gleichen nicht nur Lastspitzen aus und erhöhen die Verfügbarkeit des Solarstroms, sondern sind auch ein wichtiger Bestandteil der Netzintegration. Das zeigte sich an einer wachsenden Ausstellerzahl und an zahlreichen Neuheiten wie Solarstromspeichern mit längerer Lebensdauer, erhöhter Entladetiefe und gesteigerter Anzahl der Vollzyklen, also der möglichen Be- und Entladungen. Präsentiert wurden auch Energiespeicher, deren Zellen nicht mehr in Serie, sondern parallel geschaltet werden. Mit so einer Batteriezellensteuerung sollen Solarstromspeicher einfacher und preiswerter als bisher gebaut werden und deutlich länger halten können.

Darüber hinaus kommen sinkende Preise dem Markt für Solarstromspeicher entgegen: Solarstromspeicher für den Privatgebrauch bis 10 Kilowattstunden (kWh) kosten heute 26 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

 

Smarte Photovoltaik: Intelligente Systeme für optimale Steuerung und Energieeffizienz

Die Veränderung des Branchenschwerpunkts hin zu intelligenten Systemen, Netzintegration und Energiespeicherung ist kein Zufall. Denn weltweit hat sich Photovoltaik-Gesamtkapazität stark erhöht. In voraussichtlich zwei Jahren kann in 80 Prozent der Länder weltweit eigener Strom mit Photovoltaik preiswerter selbst erzeugt werden als dieser vom Stromversorger angeboten wird. In Deutschland ist der Eigenverbrauch von Solarstrom aufgrund der Kosten schon länger attraktiv. Mit dem großen Solarstrom-Zuwachs stellt sich allerdings auch die Frage, wie diese Mengen an erneuerbaren, dezentralen und fluktuierenden Energiequellen in die bisher zentralisierte Stromversorgung eingebunden werden kann. Die Aussteller präsentierten auf der Intersolar dazu eine Vielzahl innovativer Lösungen. Dazu gehörten neben den Speichertechnologien auch neue Energiemanagementlösungen, intelligente Stromzähler und Systemtechnik, die verschiedene Erzeuger und Verbraucher im Bereich Wärme und Strom verbinden und steuern. So werden Batterie, Wechselrichter und Schaltgeräte miteinander vernetzt, um eine verlässliche Arbeitsweise des Systems und einen Datenaustausch in Echtzeit zu gewährleisten. Solche Systeme gibt es jetzt auch für private Hausbesitzer: Wechselrichter-Hersteller und Haustechnik-Unternehmen bieten zum Beispiel ausgereifte Energiemanagementsysteme an, die Photovoltaik-Anlage, Solarstromspeicher und Wärmepumpe integrieren, um den Solarstrom-Eigenverbrauch und die Effizienz zu optimieren und die Kosten zu senken.

Quelle: Intersolar / Bosch Thermotechnik GmbH

Foto: Intersolar / Solar Promotion GmbH

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