Im Angebot auf Steuer hinweisen

 

So punkten Sie bei Ihren Kunden

Ein Handwerkerangebot sieht doch gleich viel besser aus, wenn schon im Angebot 20 Prozent des Handwerkerlohns als Steuerbonus quasi „abgezogen“ werden. Anfahrtskosten, Maschinenkosten sowie Verbrauchsmaterialien und die Entsorgung von Abfällen kommen hinzu. Das unterscheidet von weiteren Angeboten und trifft den Nerv Ihrer Auftraggeber. Wer so beim Kunden auftritt, sammelt Pluspunkte. Denn nur jeder zehnte private Haushalt weiß von dieser Möglichkeit, Steuern zu sparen. Geben Sie als Handwerker Ihren Kunden Tipps, welche Arbeitskosten rund ums Haus absetzbar sind und was es hierbei zu beachten gilt.


Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Ihr Auftraggeber muss eine Privatperson sein. Die Arbeiten sind in der selbstgenutzten Wohnung, im eigenen Haus oder dem zugehörigen Grundstück auszuführen. Die Regelung gilt auch für Zweit- und Ferienwohnungen sowie Wochenendhäuser. Abzugsfähig sind fast alle Maßnahmen, die dem Erhalt oder der Renovierung dienen, nicht aber solche, bei denen etwas Neues geschaffen wird. Die Rechnung muss per Überweisung beglichen werden und ist anhand des Kontoauszuges zu belegen.

 

Wie hoch ist die steuerliche Erstattung?

Von dem auf der Rechnung ausgewiesenen Lohn inklusive Mehrwertsteuer kann Ihr Kunde 20 Prozent von seiner Steuerschuld abziehen. Ebenfalls anrechnungsfähig nach § 35 a Einkommenssteuergesetz sind Fahrtkosten, Gerätekosten sowie Verbrauchsmittel wie Klebebänder oder Abdeckplanen. Die Abfallentsorgung bei einer Modernisierung zählt ebenfalls hinzu. Am besten weisen Sie diese Positionen auf Ihrer Rechnung gesondert aus. Die Höchstgrenze pro Jahr und Haushalt beträgt 6.000 Euro. Damit kann Ihr Kunde bis zu 1.200 Euro als Rückerstattung erhalten.

 

Welche Handwerkertätigkeiten sind absetzbar?

Das Bundesfinanzministerium hat eine alphabetische Liste begünstigter und nicht begünstigter Handwerkerleistungen erstellt. Hierzu zählen beispielhaft:

  • Arbeiten an Dach, Fassade oder Garage
  • Arbeitskosten für das Aufstellen eines Baugerüstes
  • Reparatur und Austausch von Fenstern, Türen oder Bodenbelägen
  • Modernisierungsmaßnahmen wie die Erneuerung des Bades
  • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- u. Wasserinstallationen
  • Wartung von Heizung und Öltankanlagen inkl. Tankreinigung
  • Kamin-Einbau
  • Gartengestaltung


Tipp: Weisen Sie in Ihrem Angebot die Abzugsmöglichkeit von der Steuer ganz konkret aus. Also Arbeitskosten minus voraussichtlicher Steuerbonus. Am besten legen Sie zusätzlich den brandneuen Flyer „Steuerbonus auf Handwerkerleistungen“ Ihrem Kostenvorschlag bei, herausgegeben vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Er berücksichtigt die aktuelle Rechtsprechung sowie Verwaltungsanweisungen.

 

Gilt der Steuerbonus auch bei einer staatlichen Förderung?

Nimmt Ihr Kunde für die Modernisierung ein KfW-Darlehen oder andere staatliche Förderungen in Anspruch, kann er nicht zusätzlich den Steuerbonus erhalten. Ebenfalls nicht möglich ist ein Übertrag der entstandenen Kosten in das Vorjahr oder in das Folgejahr.

 

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Alexander Raths - Fotolia.com

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