Die Summe auf der jährlichen Gasrechnung ist für viele Hausbesitzer nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Wer die eigenen Kosten mit dem Durchschnitt vergleichen möchte und das Sparpotential durch eine moderne Gasheizung ausloten will, muss den eigenen Gasverbrauch berechnen. Erfahren Sie mehr auf Effizienzhaus-online!

 

Modernisieren und Heizkosten sparen

Wer die alte Gasheizung modernisiert und auf Brennwerttechnik umsteigt, profitiert mehrfach: Die sparsame Gas-Brennwertheizung verbraucht weniger, ist gut für die Umwelt und schonend für das Haushaltsbudget. Vor der Umsetzung sollten Sie die Maßnahme allerdings gut kalkulieren. Bevor Sie die richtige Heizung auswählen oder sich fachkundig beraten lassen, müssen Sie den eigenen Gasverbrauch berechnen. Erst dann können Sie abschätzen, wie lange es dauert, bis sich die Investition in die neue Heizung gelohnt hat.

 

Was ist gemeint, wenn vom Gasverbrauch die Rede ist?

Zunächst muss der Begriff genauer geklärt werden. Unter "Gasverbrauch" lassen sich verschiedene Angaben verstehen, die für unterschiedliche Zwecke benötigt werden. Sie können die eigenen Gaskosten berechnen und mit anderen Gebäuden pro Quadratmeter vergleichen. Oder anhand des aktuellen Gaspreises berechnen, was Ihr Jahresverbrauch an Gas Sie mit der nächsten Abrechnung voraussichtlich kosten wird. Der Ausgangspunkt ist in jedem Fall Ihre Jahresabrechnung oder besser ein Durchschnittswert aus den letzten Jahren. Nutzen Sie dafür einen komfortablen Gasvergleichsrechner oder führen Sie die Kalkulation in wenigen Schritten selbst durch!


Die erste Frage: Wieviele Kubikmeter haben Sie verbraucht und wieviel haben Sie dafür bezahlt. Liegt noch keine Abrechnung vor, hilft der Verbrauch des Vormieters einer Wohnung und Sie können Vergleichswerte hinzuziehen. Durchschnittswerte zum Beispiel für den Gasverbrauch im Einfamilienhaus mit 150 bis 200 m² und Baujahr nach 1990 finden Sie im bundesdeutschen Heizspiegel.


Die Gesamtheizkosten sind für den Nutzer zunächst der interessanteste Wert, denn das ist genau der Betrag, den Sie von Ihrem Konto an den Energieversorger überweisen müssen. Hier lohnt es sich schon, genauer hinzuschauen. Der größte Posten, die Heiz- und Warmwasserkosten, teilen sich wie der Name sagt in Kosten für die Heizung und für die Erzeugung von Warmwasser.


Für beide Teile existieren verschiedene Wege, Kosten zu senken. Dämmmaßnahmen wirken sich auf die Heizkosten aus, während die Ausgaben für die heiße Dusche sich nicht ändern werden. Gleiches gilt umgekehrt für Maßnahmen beim Verbrauchsverhalten und alternative Wege für die Warmwasserbereitung. Die Fixkosten von den Zählergebühren und der Heizungswartung bis zum Schornsteinfeger bleiben auch nach der Heizungssanierung auf dem gleichen Niveau.

 

Gasverbrauch ermitteln: Kilowattstunde oder Kubikmeter?

Wenn Sie den Gasverbrauch im Durchschnitt eines Jahres berechnen wollen um eine Modernisierung zu planen, ist nicht nur der Preis, sondern der Gesamtverbrauch interessant. Für den Heizenergieverbrauch im Eigenheim oder in der Wohnung gibt es zwei alternative Angaben: In Kilowattstunden oder in Kubikmetern.
Der Gaszähler zählt das Volumen, das durch die Leitung geflossen ist. Der Zähler arbeitet also mit Kubikmetern als Volumeneinheit, die auch als Berechnungsgrundlage für die Jahresendabrechnung zur Anwendung kommt.


Warum ist der Verbrauch aber auf der Abrechnung in kW/h angegeben? Das liegt daran, dass Sie das Gas nicht als Stoff benötigen, sondern um Heizenergie daraus zu gewinnen. Was verbraucht wird, ist der Energiegehalt, der in kW/h gemessen wird. Von der einen Einheit in die andere lässt sich auch ohne Gasverbrauch Rechner relativ einfach umrechnen. Sie müssen nur wissen, wie viele Kilowattstunden Sie aus einem Kubikmeter Gas herausholen können.

 

Mit einer relativ einfachen Formel den Gasverbrauch berechnen

Das ist tatsächlich nur relativ einfach, weil in Realität der Energiegehalt eines m³ Gas nicht immer gleich ist. Er hängt von der Qualität des Gases ab. Das kommt aus unterschiedlichen Lagerstätten, hat verschiedene Zusammensetzungen und damit ist auch sein Brennwert verschieden.
Ein wichtiger Faktor ist außerdem der Zustand des Gases bei der Verbrennung. Je nach Temperatur und Druck kann ein Kubikmeter schließlich mehr oder weniger Erdgas enthalten. Deshalb wird eine Zustandszahl als Faktor in die Berechnung mit aufgenommen.


Der tatsächliche Verbrauch errechnet sich also nach folgender Formel:
Anzahl der verbrauchten Kubikmeter x Brennwert x Zustandszahl


Diese Berechnung muss auf der Endkundenabrechnung zu finden sein. Wenn Brennwert und Zustandszahl auf der Rechnung nicht gesondert ausgewiesen sind, dann ist der Faktor aus beiden angegeben.


Mit diesem Wissen können Sie mit einem einfachen Blick auf den Gaszähler den eigenen Gasverbrauch berechnen. So haben Sie immer im Blick, ob der Verbrauch im Rahmen liegt. Und Sie können Maßnahmen ergreifen, bevor die unangenehme Überraschung in Form einer hohen Nachforderung in den Briefkasten flattert.

 

Den vergleichbaren Gasverbrauch berechnen Sie pro Jahr und Quadratmeter

Zu guter Letzt sind die Gesamtkosten nicht unbedingt aussagekräftig, wenn Sie verschiedene Gebäude miteinander vergleichen möchten. Viel spannender ist dann die Frage, wie viel Sie pro Jahr und Quadratmeter verbrauchen und was Sie dafür bezahlen.

Dafür teilen Sie den Gesamtverbrauch durch die Quadratmeterzahl der beheizten Fläche. Sie erhalten einen Wert in Kubikmetern oder Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. Dieser Wert lässt sich leicht mit den Angaben andere Nutzer vergleichen. So können Sie auch Ihre Position im bundesdeutschen Heizspiegel prüfen und einen möglichen Sanierungsbedarf deutlich erkennen.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: Gerhard Seybert
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