Wer die Dämmung seines Hauses verbessern will, wird die Auswahl des Dämmstoffes von bestimmten Kriterien abhängig machen. Neben den rein technischen Kriterien wie beispielsweise die Wärmeleitfähigkeit spielt das Thema Lebensdauer eine große Rolle. Wie sieht es mit der Lebensdauer von Dämmstoffen aus? Gibt es hier zuverlässige Aussagen?

 

Die Langlebigkeit eines Dämmstoffes ist eine grundlegende Voraussetzung für nachhaltiges Bauen und Modernisieren. Liest man als Hausbesitzer die Broschüren der Dämmstoff-Hersteller, so wird eine durchschnittliche Lebensdauer von 25 bis 50 Jahren genannt. Verborgen unter Putz oder der Dachhaut bringen Dämmstoffe ihre Leistung, meist über die Zeitangaben der Hersteller hinaus, allerdings liegen nur wenige Langzeitstudien vor. Grundvoraussetzung für eine lange Haltbarkeit ist eine sorgfältige Planung, eine fachgerechte Montage sowie eine regelmäßige Wartung und Kontrolle auf mögliche Schäden. Eine Dämmung nutzt sich nicht ab und unterliegt auch keinem mechanischen Verschleiß. Deshalb muss die Dämmung im Gegensatz zu anderen Bauteilen eigentlich nicht ausgetauscht werden. Das einzige, was einen Dämmstoff schädigen kann, ist Feuchtigkeit (Regen, Kondenswasser, Wasserdampf). Dann kann er seine dämmende Wirkung verlieren. Bei einer Dachdämmung sollte deshalb ein regensicheres Unterdach erstellt werden und zusätzlich muss innen eine Dampfsperre angebracht sein. Regelmäßige Dichtheitskontrollen sind zu empfehlen.

 

Lebensdauer eines Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS)

Die ersten Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) wurden zu Beginn der 60er Jahre verbaut und kamen mit dem Beginn der Ölkrise in den 70er Jahren großflächig zum Einsatz. Heute sind viele Millionen Quadratmeter verbaut. Das Fraunhofer Institut für Bauphysik in Holzkirchen sowie das Institut für Bauforschung in Hannover kamen übereinstimmend zum Ergebnis, dass sich Fassaden mit und ohne Wärmedämm-Verbundsystem bezüglich ihrer Lebensdauer und des erforderlichen Wartungsaufwands kaum voneinander unterscheiden. Bei den Untersuchungen festgestellte Schäden waren fast immer auf Planungsfehler beziehungsweise Ausführungsfehler zurück zu führen. Wände mit WDVS sind insgesamt trockener und kleinere Setzrisse im Mauerwerk werden von der Dämmung überbrückt. Fassaden mit WDVS unterliegen wie Fassaden ohne WDVS bestimmten Renovierungszyklen. Mineralische Außenputze oder Kunstharzputze müssen die dahinter liegende Dämmung trocken halten und benötigen alle zehn bis 20 Jahre zumindest einen passenden Renovierungsanstrich. So geschützt steht auch beim WDVS einem langen und funktionstüchtigen Fassadenleben nichts entgegen.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
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