Photovoltaik: Einspeisevergütung sinkt

Photovoltaik Haus

Ist die Photovoltaik-Anlage optimal ausgerichtet und wird der Solarstrom selbst genutzt, ist die Anschaffung für Hausbesitzer nach wie vor attraktiv.

 

So ist Solarstrom für Hausbesitzer noch rentabel

Ist der große Photovoltaik-Boom schon vorbei? Staatliche Fördermittel sind reduziert und die Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt Monat für Monat. Doch steigende Strompreise und die bis zu 25 Prozent günstigeren Kosten für neue Photovoltaik-Anlagen machen Solarenergie für viele Hausbesitzer immer noch attraktiv. Vor allem ein hoher Eigenverbrauch zahlt sich aus.

Der Gesetzgeber hat die Förderung für Solarstrom in den letzten beiden Jahren fast halbiert. In den Monaten Mai bis Juli 2014 sinkt die Einspeisevergütung für Solarstrom erneut um jeweils ein Prozent. So erhalten Hausbesitzer, die im Mai 2014 eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung bis zu zehn Kilowatt-Peak neu installieren, nur noch 13,14 Cent pro Kilowattstunde für eingespeisten Solarstrom. Fest steht: Nachdem der Markt für Photovoltaik-Anlagen 2013 eingebrochen ist, verringert sich die Einspeisevergütung zwar nur noch moderat um ein Prozent pro Monat, aber sie wird weiter sinken. Denn im Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) ist eine konstante Absenkung der Vergütungssätze um jeweils ein Prozent monatlich vorgesehen. Rechnet sich eine Photovoltaik-Anlage also noch für Hausbesitzer?

 

Eigenverbrauch von Solarstrom bringt passable Rendite

Eine Volleinspeisung ins Netz lohnt sich aufgrund der niedrigen Einspeisevergütung für Solarstrom heute also kaum noch. Doch wer nicht den kompletten Strom einspeist, sondern einen Anteil selbst verbraucht, kann seine Stromkosten deutlich senken. Denn der selbstproduzierte Solarstrom ist um einiges günstiger als der Haushaltsstrom vom Versorger, der immerhin durchschnittlich 28 Cent pro Kilowattstunde kostet (Stand: Mai 2014). Experten empfehlen deshalb, mindestens 20 Prozent des Solarstroms selbst zu verbrauchen. Dabei gilt: Je höher der Eigenverbrauch, desto rentabler die Photovoltaik-Anlage. Verbraucht werden kann der Strom nicht nur für den Betrieb von Haushaltsgeräten. Wer zum Beispiel mit einer Wärmepumpe heizt, kann den Solarstrom als Antriebsstrom für die Wärmepumpe nutzen.

An sonnenreichen Sommertagen produziert die Photovoltaik-Anlage allerdings so viel Solarstrom, dass man nur einen Bruchteil davon selbst verbrauchen kann. Zudem fällt ein Großteil des Solarstroms in den Mittagsstunden an. Deutlich steigern lässt sich der Eigenverbrauchsanteil mit einem Solarstromspeicher. Wirtschaftlich rechnet sich das allerdings meistens noch nicht, da die Akkus noch sehr teuer sind. Es sei denn, Hausbesitzer greifen auf die KfW-Förderung für Solarstromspeicher zurück. Und die Investition ist zukunftsfähig: Je stärker die Strompreise ansteigen, desto mehr rentiert sich auch ein Solarstromspeicher.

 

Maximale solare Erträge: Auch eine Frage der Montage

Wer neben einem hohen Eigenverbrauch dann noch auf einen günstigen Anschaffungspreis und den optimalen Standort der Photovoltaik-Anlage achtet, hat gute Chancen, dass sich die Anlage schnell auszahlt: Optimal ist eine Ausrichtung der Solaranlage zwischen Südost und Südwest. Die Zellen sollten einen Neigungswinkel zwischen 20 und 50 Grad haben. Last but not least: Verschattungen durch Bäume oder Nebengebäude können Leistung und Rendite erheblich mindern.

Weitere Informationen zu Photovoltaik-Anlagen

 

Quelle: Bundesnetzagentur / Stiftung Warentest / Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: BSW Solar

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