Online-Präsenz lohnt sich fürs Handwerk

Online-Präsenz Handwerk

Nicht nur für die Arbeit selbst spielen Computer und Internet eine immer größere Rolle. Handwerker müssen über eine eigene Website auch ihre Sichtbarkeit für Kunden im Internet sicherstellen

 

Kunden suchen Handwerker und Informationen im Netz

Drei Viertel der Deutschen haben großes Interesse an handwerklichen Themen und Projekten. 52 Prozent haben dann auch in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal einen Handwerker beauftragt. Dabei ist das Internet eine gefragte Informationsquelle fand das Marktforschungsinstituts Innofact heraus: 65 Prozent suchen online Hilfe bei handwerklichen Projekten. In der Altersgruppe der 18-39-Jährigen recherchieren sogar fast 80 Prozent der Befragten im Netz. Umgekehrt haben aber nur knapp 50 Prozent der Handwerker eine Website, ergab eine forsa-Studie.

Noch schlechter sind die meisten Handwerksbetriebe auf mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets eingerichtet: Nur 15 Prozent der Handwerker bieten eine mobil optimierte Version ihrer Internetpräsenz an. Ein Grund für die geringe Online-Präsenz ist der Mangel an personellen und finanziellen Ressourcen in den Unternehmen. Denn zwei Drittel der Handwerksbetriebe haben weniger als zehn Mitarbeiter und ein geringes Marketing-Budget. Doch auch mit kleinen Maßnahmen, die nicht viel kosten, lässt sich die Sichtbarkeit im Netz vergrößern, damit Handwerker von Kunden gefunden werden. Mit diesem Thema beschäftigte sich Ende November 2013 das ZVSHK Branchenforum Online-PR unter dem Motto "Mit Inhalt Markt machen im Internet". Das Ziel: Das Leistungsspektrum der Branche im Internet besser für Endkunden darstellen. Hier die besten Tipps, wie Handwerksbetriebe online optimal gefunden werden:

 

Handwerker mit eigener Website

Für Handwerksbetriebe mit eigener Homepage gibt es zwei Schwierigkeiten: Zum einen müssen Inhalte und Informationen passend für die Zielgruppe der Endkunden zur Verfügung gestellt werden. Da hilft zum Beispiel ein Blick in den Pressebereich bekannter Hersteller der jeweiligen Branche: Diese bereiten Informationen oft saisonal und passend für die Zielgruppe auf und stellen Text- sowie Bildmaterial zur Verfügung. Dieses Material wie Produktmeldungen, Anwenderberichte und Projektbeispiele können Handwerksbetriebe zum Beispiel für aktuelle Artikel auf ihrer Website verwenden und ganz nebenbei auf ihre eigenen Dienstleistungen verweisen. Zusätzlich lässt sich die Homepage mit Artikeln zu Unternehmensereignissen, aktuellen Themen und lokalen Neuigkeiten füllen. Zum anderen werden die Handwerkerseiten im Netz nicht gut gefunden, es gibt Nachholbedarf bei der Optimierung. Den ersten Schritt machen Handwerksbetriebe, indem sie die Sprache der Endkunden und deren „Keywords“ verwenden. Dabei hilft auch das offen zugängliche Instrument „Google Trends“. Dieses stellt Informationen darüber bereit, welche Suchbegriffe die Nutzer bei Google zu bestimmten Themen eingeben. Wer diese gezielt in seinen Texten verwendet, kann sich in der Google-Hitliste weiter oben platzieren.

 

Handwerksbetriebe ohne Website

Auch Handwerksbetriebe ohne eigene Homepage können im Netz präsent sein. So lassen sich die so genannten Social Media-Kanäle wie Facebook oder Google+ ohne große Kosten nutzen. Vor allem eine Seite bei Google+ lohnt sich für jeden Handwerksbetrieb, weil damit sein Eintrag (Profil, Kontaktdaten, Öffnungszeiten) in der Suchmaschine zu den oberen, lokalen Ergebnissen rutscht. Interessenten gelangen mit nur einem Klick zu Google Maps und sehen dort die genaue Lage des Betriebes. Damit die eigene Dienstleistung dort aber professionell präsentiert wird, sollte etwas Zeit in das Konzept und die Pflege der Plattform investiert werden. Mit kreativen Ideen lässt sich dann eine breite Zielgruppe erreichen.

 

Wichtig für alle Handwerksbetriebe: In Netzwerken und Branchenverzeichnissen präsent sein

Darüber hinaus lässt sich die Sichtbarkeit im Netz durch den Eintrag in Branchenverzeichnissen und die Beteiligung an Netzwerken deutlich erhöhen. Klassiker sind Branchenverzeichnisse wie die Gelben Seiten und lokale Seiten wie meinestadt.de, auch der Eintrag in den Datenbanken von Innungen und Verbänden ist wichtig. Zielgerichteter ist der Eintrag bei Netzwerken, die sanierungs- und modernisierungswillige Hausbesitzer sowie Bauherren direkt ansprechen. Plattformen wie www.effizienzhaus-online.de optimieren ihre Seiten auf die entsprechenden Suchbegriffe der User und werden so entsprechend oft gefunden. Wer dort in der Bauprofi-Suche mit seiner Spezialisierung gelistet ist, vergrößert seine Chance, dem Hausbesitzer bei Interesse am jeweiligen Gewerk angezeigt zu werden. So erreichen Handwerksbetriebe eine direkte Präsenz im Netz genau dort, wo von Interessenten Informationen rund ums Bauen und Sanieren gesucht werden.

 

Quelle: Gelbe Seiten Marketing / ZVSHK / Bosch Thermotechnik GmbH
Foto: auremar - Fotolia.com

Sanierungsrechner

Sie wollen Ihr Haus sanieren?

Zum Sanierungsrechner
Handwerker Suche starten

Sie suchen einen Heizungsbauer?

Handwerker finden