Hausbesitzer mit einer Ölheizung im Keller konnten sich die letzten Jahre über deutlich sinkende Preise freuen. Allein 2015 lag der Durchschnittspreis für Heizöl rund 24 Prozent unter Vorjahresniveau. Und diese Tendenz setzte sich zumindest in den ersten beiden Monaten 2016 fort, bevor der Heizölpreis dann bis Mitte des Jahres anzog, um dann erneut zu fallen. Doch wohin entwickeln sich die Preise für Heizöl und welchen Faktoren nehmen darauf Einfluss?

 

Aktueller Heizölpreis

Heizöl kostete im bundesweiten Durchschnitt, bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern, Ende September 2016 49,47 Cent pro Liter. Ende Oktober 2016 war der Preis dagegen schon bei über 55 Cent pro Liter. Heizölpreise sind regional sehr unterschiedlich. Abweichungen im Preis von einigen Cent pro Liter sind durchaus möglich.

 

Entwicklung der Heizölpreise / Vergleich mit anderen Energieträgern

2014 kostete Heizöl noch 76,64 Cent im bundesweiten Schnitt, von Januar bis Dezember 2015 betrug der Preis für Heizöl im Schnitt 58,14 Euro pro Liter. Im direkten Vergleich der Brennstoffkosten liegt Heizöl im September 2016 mit 4,81 Cent pro Kilowattstunde hinter Pellets (4,36 ct/kWh) und vor Erdgas (6,33 ct/kWh). Die Preise für Heizstrom bilden mit 21,24 ct/kWh die einsame Spitze.

 

Einflussfaktoren auf den Heizölpreis

Erdöl wird an internationalen Rohstoffbörsen gehandelt. Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen das weltweite Angebot und die weltweite Nachfrage sowie die Förder- und Verarbeitungskapazitäten. Hinzu kommen die Entwicklung des Dollarkurses, der Einfluss der Finanzmärkte sowie geopolitische Themen. Der Preis für Rohöl und der Preis für Heizöl hängen sehr eng zusammen. Fallen die Preise für Rohöl, dann fallen in der Regel auch die Preise für Heizöl.

 

Prognose Heizölpreis

Der Anstieg der Preise im Oktober war auf die Ankündigung der OPEC zurückzuführen, die Fördermenge zu drosseln. In den nächsten Monaten wird es darauf ankommen, wie viele Länder sich tatsächlich an einer Begrenzung der Fördermenge beteiligen. Die OPEC-Quotenkonferenz Ende November 2016 wird hier den Weg weisen. Experten schätzen, dass der Preis für Heizöl bei einer Quotenfestlegung um etwa 5 Prozent steigen könnte. Einigen sich die Förderländer nicht, könnte der Preis für Heizöl um bis zu 10 Prozent fallen.

 

Wie sicher ist die Versorgungslage bei Heizöl?

Die weltweiten Ölreserven, die nach heutiger Technologie wirtschaftlich erschlossen werden können, liegen bei über 200 Mrd. Tonnen. Der jährliche weltweite Verbrauch beträgt aktuell etwa 4,2 Mrd. Tonnen. Bereits heute wächst das Angebot an Erdöl schneller als die Nachfrage. Mittelfristig wird die Nachfrage nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiter zurückgehen. Gründe hierfür sind Fortschritte bei der Energieeffizienz und bei der Elektromobilität sowie der weiter steigende Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix.

 

So setzt sich der Heizölpreis aktuell zusammen

Der Preis für Heizöl setzt sich aus dem sogenannten Produktenpreis, der Energie- und Mehrwertsteuer sowie dem Deckungsbeitrag des Mineralölhandels zusammen. Beim Preis von 49,47 Cent pro Liter im September 2016 entfielen damit 31,27 Cent auf den Einkaufspreis an den Ölmärkten, 14,04 Cent auf Steuern sowie 4,16 Cent auf den Deckungsbeitrag des Mineralölhandels. Interessant bei den Steuern: Die Energiesteuer beträgt 6,14 Cent pro Liter, egal wie hoch der Heizölpreis gerade ist.

 

Tipps um sich niedrige Heizölpreise zu sichern

Betreiber einer Ölheizung können dank Ihrer Bevorratung den Markt genau beobachten und dann zu dem - aus ihrer Sicht - günstigsten Zeitpunkt Heizöl nachtanken. Wer sich mehr am Schwarmverhalten orientiert, findet im Internet Portale, die die Kaufbereitschaft ihrer Kunden aufzeigen und entsprechende Kaufempfehlungen abgeben. Der günstigste Heizölpreis lässt sich online über Vergleichsportale ermitteln oder durch einen telefonischen Preisvergleich bei regionalen und überregionalen Anbietern. Mit einer Sammelbestellung und damit größeren Abnahmemengen sinkt der Heizölpreis weiter. Allerdings sollten dann die Entladeorte für das Heizöl nicht allzu weit voneinander entfernt sein.

 

Die Ölheizung modernisieren hilft, Heizöl zu sparen

Neben dem Heizölpreis lohnt es sich, den Heizölverbrauch genau unter die Lupe zu nehmen. Falsch eingestellte Heizungen verursachen einen zu hohen Verbrauch an Heizöl. Hier schafft ein hydraulischer Abgleich Abhilfe. Ältere Heizungen sollten ausgetauscht werden. Für eine neue Ölheizung mit Brennwerttechnik, ergänzt um Solarthermie, gibt es aktuell bis zu 3.250 Euro Förderung. Wer Kosten, Einsparungen sowie Amortisation unterschiedlicher Heizsysteme vergleichen möchte, kann das mit wenigen Angaben zum eigenen Haus mit unserem Sanierungsrechner.

 

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Quelle: Bosch Thermotechnik/IWO
Foto: Jürgen Fälchle - Fotolia.com

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