Doch kein Steuervorteil bei Sanierung

Kein Steuervorteil bei Sanierung

Schön wär’s gewesen, doch das Bundeskabinett hat den Steuerbonus für energetische Sanierungen beerdigt.

 

Einigung auf Steuerbonus für energetische Sanierung scheitert

Die steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden ist gescheitert. Mit dieser Hiobsbotschaft kippte das Bundeskabinett den im Dezember beschlossenen festen Bestandteil des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE). Eigentlich sollte der Steuerbonus im Januar 2015 in Kraft treten. Doch die Koalition konnte sich auf keine Umsetzung der Förderung einigen.

Hausbesitzer, die im Rahmen einer energetischen Sanierung ihr Haus mit einer neuen Wärmedämmung, energieffizienten Heizung oder Wärmeschutzfenstern ausstatten, werden nun doch nicht mit einem Steuerbonus belohnt. Vorgesehen war, dass Sanierer ab Januar 2015 rückwirkend zehn bis 25 Prozent ihrer Sanierungskosten von der Steuerlast abziehen können. So stand es auch in dem erst im Dezember 2014 verabschiedeten NAPE. Allerdings wurde die Neuregelung im Koalitionsausschuss nicht einheitlich akzeptiert. Der Grund: Im Gegenzug sollte der bisherige Handwerkerbonus reduziert werden und nur noch bei Leistungen oberhalb von 300 Euro greifen. Dabei gibt es gute Argumente für die staatliche Förderung von Wärmedämmung und Co. Die geplanten finanziellen Anreize hätten einen Anstieg der Sanierungsrate zur Folge gehabt und man wäre dem Klimaschutzziel ein Stück näher gekommen.

 

Höhere KfW-Förderung als Alternativmodell

Als Alternative zum Steuerbonus ist eine Aufstockung der Förderprogramme zur energetischen Sanierung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Gespräch. Doch nicht jeder Hausbesitzer würde von höheren Zuschüssen profitieren: Wer die Anforderungen der KfW nicht erfüllt, für den wäre der neue Steuerbonus eine gute Alternative gewesen, die Sanierungskosten auch ohne KfW-Förderung zu reduzieren.

 

Gut zu wissen: Handwerkerbonus bleibt

Dafür gilt die bisherige Regelung zur Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen weiter: Wer keine öffentliche Förderung in Anspruch nimmt, kann Handwerkerrechnungen nach wie vor bis zu einer Höhe von 6.000 Euro pro Jahr steuerlich absetzen. 20 Prozent der Arbeitskosten fließen dann als Steuerbonus zurück an den Hausbesitzer. Das ergibt eine mögliche Steuerersparnis von bis zu 1.200 Euro im Jahr. Begünstigt werden jedoch nur reine Arbeitskosten inklusive Umsatzsteuer und keine Ausgaben für Materialen.

Unser Tipp: Testen Sie doch den kostenlosen Sanierungsrechner und sehen Sie welche Förderung für Ihr Haus in Frage kommt.

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Quelle: Bosch Thermotechnik
Foto: Robert Kneschke - Fotolia.com

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